… gibt es heute. Die finale Karte (ohne Text) ist eingescannt und wird nun weiter bearbeitet. Hier ein kurzer Ausschnitt:
Ich habe da mal ein paar Fragen zum Urheberrecht …
Wer die Presse dieser Tage verfolgt, weiß: Die Urheberrechtsdiskussion artet zu einer richtigen Schlammschlacht aus. Befürworter und Gegner fahren täglich immer stärkere Geschütze auf und ein Ende ist nicht absehbar. Aber haben wir das Thema nicht schon früher gehabt, ist das Ganze nicht ein alter Hut? Oder fokusierter gefragt: Sind wir Künstler nicht schon seit je her vom Konsumenten “betrogen” worden? Oder “betrügen” wir selbst gar, wenn wir Künstler konsumieren und dann dieses Konsumgut an andere weitergeben?
Ein Beispiel: Mein Lieblingsfilmemacher hat gerade seinen neuesten Streifen in die Lichtspielhäuser gebracht. *Freu!* Er verdient daran (im Promillebereich zwar, aber aufgrund seiner Verträge an jeder gottverdammten Kinokarte). Ich bezahle brav den Eintritt und mein Lieblingsfilmemacher wird somit von mir, dem ehrenwerten Konsumenten, entlohnt. *Doppelfreu!* Der Film hat mir dann prompt so gut gefallen – am nächsten Tag gehe ich nochmals rein. Ich nehme aber zehn Freunde mit. Auch sie kaufen alle eine Kinokarte. Soweit so gut.
Ich kann mich an dem Streifen aber nicht sattsehen und kaufe mir nach drei Monaten die DVD. Ich sehe sie zunächst alleine. Das ist kein Problem. Ich habe schließlich für das Produkt bezahlt, ich darf es also konsumieren. Am nächsten Tag lade ich jedoch zehn Freunde ein (die den Film nicht kennen). Der Filmemacher (und natürlich das Studio, der Distributor, etc pp.) erhält von diesen zehn Freunden keine Entlohnung für ihre Kunst. Keinen Cent. Nicht einmal ein Dankeschön. Nada. (Auch nicht von mir übrigens, denn ich habe die DVD fürs zweite Mal anschauen auch nicht neu erworben, und Django zahlt bekanntlich nicht fürs zweite Mal. Ätsch!)
Ein anderes Beispiel: Ich kaufe ein Buch. Nach dem Lesen verleihe ich es an meine sparsamen zehn Freunde. Sie alle haben für das Buch nichts bezahlt, lesen es aber trotzdem. Der Autor (gottseidank war es nicht mein Werk! Puh!) wurde um seine gerechte Entlohnung betrogen (äh … oder?) und erhält – wer hätte es gedacht – natürlich keinen Cent von diesen Geizkragen.
Danach kaufe ich mir ein eBook für meinen DRMfreien Reader. Ich mache von dem Werk Kopien und verteile sie an meine zehn engsten (und geizigsten) Freunde. Es gefällt ihnen und ich beschließe als altruistische Persönlichkeit, die ich nunmal bin (nein, Susanne – sag jetzt bitte nichts Gegenteiliges!), das eBook an meinen gesammten Facebook-Freundeskreis (über 700 Personen) zu verteilen.
Betrüge ich den Autor um seine Tantiemen? Darf ich denn meine digitale Version überhaupt weitergeben? Gilt sie dann als “gestohlen”, wenn meine Freunde ihrerseits das eBook weitergeben? (Nein? Nein! Meine rechtmäßig erworbene Version habe ich ja noch – oder wie?)
Darf ich ein analoges Buch verleihen? Der Autor bekommt ja keinen Cent dafür!
Darf eine Bibliothek ein Buch verleihen? Wie wird denn hier mit den Urhebern abgerechnet??
Darf ich ein Buch überhaupt laut vorlesen (vielleicht in einer Schulklasse)? Darf das jemand mit einem Digi-Recorder aufzeichnen und auf Facebook stellen? Oder ist das alles Diebstahl?
Wo, bitteschön, beginnt denn eigentlich diese … Urheberrechtsverletzung?
Und … haben wir nicht immer schon das Urheberrecht verletzt?
Sind wir also alle … kriminell?
The Amazing Spiderman: vier neue Minuten aus dem Film!
Okay, okay … ich habe es verstanden: The Amazing Spiderman dürfte Sam Raimis vorangegangene Spider-Trilogie um Längen schlagen. Wer hätte das gedacht?
Der nachfolgende Clip leistet diesbezüglich zumindest starke Überzeugungsarbeit. Take a look!
TS Orgel im Gespräch
WW: Orks vs. Zwerge ist euer erster großer Printauftritt bei einem Publikumsverlag. In der Vorschau wirbt Heyne gar mit dem Prädikat „Spitzentitel“. Was geht da in einem vor, wenn man so etwas liest?
Tom: Hm. In mir: Eine Portion ganz selbstsüchtiger Stolz, es irgendwie dorthin geschafft zu haben, gepaart mit ein wenig Unglauben darüber, es irgendwie dorthin geschafft zu haben. Dazu eine Spur schlechtes Gewissen Kollegen gegenüber, die wir irgendwie auf dem Weg dorthin “überholt” haben, obwohl sie sicher nicht schlechter sind als wir. Und die leise Stimme, die jetzt die Frage stellt, ob wir dem “Spitzentitel” tatsächlich gerecht werden. Das Wort ist immerhin eine verdammt hohe Messlatte.
Stephan: Spitzentitel? Das Wort hat irgend so ein großmäuliger Ork unter Androhung körperlicher Gewalt durchgedrückt, oder? Jedenfalls bin ich ziemlich gespannt, was daraus wird und vor allem, ob das Buch den Lesern gefällt.
WW: Wie kam es denn zu Orks vs. Zwerge? Wart ihr schon dran an dem Werk (schreibt man solch ein Buch von sich aus überhaupt?), oder war steckte hinter dem Konzept Verlag und Agentur?
WW: Wie lange habt ihr an dem Werk gearbeitet? Wie brutal war die Deadline?
Tom: Die Planung begann Anfang September 2011 (am 9.9. ging ein “Brainstorming”-Dokument an die Agentur raus, sagt meine Dateiübersicht), ein Exposé war Anfang Oktober fertig. Letzte Eckdaten haben wir auf der Buchmesse bei einem Kaffee festgeklopft und dann begann die Schreibarbeit. Mein erstes Textdokument stammt vom 4. November – und die erste Szene darin hatte ich schon völlig vergessen. Sie existiert im Buch nicht. *g*
Ab da blieben uns ziemlich genau 6 Monate Zeit, wobei der Plan war, jeweils zum Monatsende 100 Seiten fertig zu haben, was uns einen Monat Puffer ließ. Den haben wir dann bis auf den letzten Tag (und die letzte Nacht) ausgeschöpft. Eigentlich also eine moderate Deadline. Wenn da nicht jeden Tag der Vollzeitjob zum Broterwerb wäre.
Stephan: Schlafen und essen halten einen zwischendrin auch immer wieder auf. Aber glücklicherweise sind wir inzwischen ganz gut eingespielt, so dass der Eine auch mal aushelfen kann, wenn der Andere einen Durchhänger oder andere Termine hat.
WW: Wie habt ihr euch die Arbeit an dem Buch aufgeteilt, wie habt ihr euch abgestimmt?
Stephan: Idee und Grobverlauf der Geschichte haben wir im Verlauf der sechs Monate in endlosen Telefonaten und E-Mails immer wieder neu ausdiskutiert und in Frage gestellt. Jeder hat mal bessere und auch mal schlechtere Ideen und als Brüder scheuen wir uns nicht, den Anderen darauf hinzuweisen, wenn er mit einem bescheuerten Vorschlag kommt. Dadurch sind wir gleichzeitig auch unsere ersten kritischen Testleser. Das hilft ungemein, Brüche und Logiklücken in der Geschichte zu finden (alle jetzt noch vorhandenen sind natürlich reine Absicht und werden in späteren Büchern irgendwann aufgeklärt).
Das eigentliche Schreiben haben wir uns Kapitel- bzw. protagonistenweise aufgeteilt, korrigieren aber immer wieder über das bereits Geschriebene des Anderen drüber. Mein Bruder schreibt etwas ausschweifender, ich manchmal etwas zu knapp. Am Ende treffen wir uns dadurch irgendwo in der Mitte.
WW: Es gibt bereits bereits diverse „Orks“- wie auch „Zwergen“-Bücher. Warum ist eures besser, als die bisherigen?
T.S. Orgel: Ob es besser ist – diese Entscheidung überlassen wir mal lieber anderen. ![]()
Es ist auf jeden Fall anders. Der “klassische” Erzählweg einer Geschichte sind “die Guten” gegen “die Bösen”. Also zum Beispiel der Zwergenheld oder die Heldengruppe gegen das angreifende Orkheer. Die Rollen und die Sympathieverteilung sind klar, selbst wenn sich glücklicherweise der eine oder andere Ork im modernen Fantasyroman nicht mehr ganz in die Kategorie “hirn- und grundlos böse” einsortieren lässt.
Und wer wäre dafür geeigneter als diese zwei Völker – das eine wild, unzivilisiert, chaotisch und kurzlebig, das andere geradlinig, ordnungsliebend, diszipliniert und langlebig. Noch dazu beide kriegserfahren. Und sind wir mal ehrlich – das sollte natürlich kein Bildungsroman werden. Wir wollten eine Geschichte zwischen zwei handfesten Völkern, die gern raufen, trinken, pöbeln und zu rauem Humor neigen. Damit es eben auch ordentlich kracht und nicht zu zivilisiert und hochphilosophisch zugeht.
Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, die Protagonisten beider Seiten verständlich und sympathisch zu machen. Letzteres bei einigen halt in gewissen Grenzen. Wer tatsächlich Recht in dieser Geschichte hat und wie das Ganze ausgeht werden wir jetzt natürlich noch nicht verraten.
WW: Ist dieses Werk jetzt Auftakt einer „Clash of Races“-Serie von Heyne? Werdet ihr weitere Bücher dieser Art schreiben?
Stephan: Ob unser Buch der Auftakt einer ganzen Serie wird, kann Dir vermutlich nur Heyne selbst beantworten. Es kommt sicherlich stark darauf an, ob den Völkerfans die Idee gefällt. Genügend gemeine Kombinationen gäbe es ja. Und wir hätten auch noch eine ganze Menge Ideen, wie sich unsere Orks und Zwerge gegenseitig das Leben zur Hölle machen könnten.
Präludium: Chopin, Karneval und Hanseapolis
Als Frédéric Chopin seine 24 Präludien komponierte, hat er sicher nicht geahnt, dass sein Werk knapp 230 Jahre später für Mord und Totschlag sorgen würde – zumindest wenn es nach der Oberhachinger Autorin Miriam Pharo geht. In ihrem neuen Roman PRÄLUDIUM taucht der Leser ins Venedig des Jahres 2066 ein. Dort ist gerade Karneval – wie jeden Tag seit die einstige Lagunenstadt zum Freizeitpark umfunktioniert wurde. In den nächtlichen Wirren des Festes erschlägt der Dieb Aldo Farouche einen Hehler und flüchtet Hals über Kopf ins norddeutsche Hanseapolis. Dort wird wenig später seine kristallisierte Leiche gefunden und die Ermittler Elias Kosloff und Louann Marino stehen vor einem Rätsel. Welches Geheimnis birgt der bei dem Toten gefundene Jeanne-Kristall? Und wo befinden sich die mysteriösen Präludien, die in Zusammenhang mit dem Mord zu stehen scheinen?
Der dritte Teil der „Sektion 3|Hanseapolis“-Reihe schildert einen neuen Fall des Ermittlerduos Kosloff/Marino. Getreu den 24 Präludien von Frédéric Chopin ist der Roman in 24 Kapitel aufgeteilt. Von der Grundstimmung her orientiert sich Miriam Pharo an Chopins Musik.
Alexander Preuss, zweifacher Gewinner des renommierten Kurd-Laßwitz-Preises 2012, hat das Cover von PRÄLUDIUM illustriert.
320 S., Acabus Verlag, Mai 2012
13,90 EURO
ISBN: 978-3-86282-149-5
Vincent Voss im Gespräch
Autor Vincent Voss war schon fast alles: Student, Pflegehelfer einer akutpsychiatrischen Einrichtung, Qualitätsmanager, Bodyguard, Call-Center-Agent, Tankwart, Fotografen-Assistent und Bestatter … ideale Voraussetzungen für das Schreiben von Horror-Romanen (vgl. Biographie Stephen King). Vincents aktuelles Werk trägt den merkwürdigen Titel “172,3″. Was es damit auf sich hat, verrät er hier im Gespräch mit Wortwellen …
WW: Dein Roman „172,3“ erscheint in diesen Tagen im Luzifer-Verlag (Leseprobe). Ein recht ungewöhnlicher Titel. Kannst du uns verraten, um was es in deinem Buch geht und was es mit dem Titel auf sich hat?
VV: „172,3“ Kilogramm bringt Viktor Vogel auf die Waage, als er beschließt, wirklich abnehmen zu wollen. Mit einem feierlichen Schwur besiegelt er sein Vorhaben unfreiwillig mit seinem Blut an einem Ort, an dem vormals Menschen „Etwas“ vergraben haben, das nun wieder erwacht. Viktor nimmt erfolgreich ab, bemerkt aber, dass ihm seidem etwas auf Schritt und Tritt folgt, ihm näher kommt und er sich in seinem Wesen sozusagen abnehmend zunehmend verändert. Er wird aufbrausend, aggressiv und geht Konflikten nicht mehr aus dem Weg, sondern sucht sie sogar. Allerdings stellt er schnell fest, dass er und seine Familie bedroht werden und ehe er den Kampf gegen diese Bedrohung aufnehmen kann, muss er herausfinden, um was es sich genau handelt. Ich selbst lese gerne subtile, dunkle Fantastik und hoffe mit „172,3“ einen stimmungsvollen Gruselroman abgeliefert zu haben. Zumindest wurde es mir beim Schreiben manchmal unheimlich und das deute ich mal als gutes Zeichen oder böses Omen, wie man will.
WW: Wie bist du auf die Idee zu dieser Story gekommen?
VV: … klar, beim Abnehmen! Wir hatten mit unserer damaligen Band eine kleine Tour geplant und ich wollte mich als Frontmann fit machen. Gleichzeitig sind wir auf das Land gezogen und für mich als Städter, der vorher mitten auf dem Kiez in Hamburg gelebt hatte, war diese anfängliche Stille unheimlich. Am Rande unseres Gartens steht ein kleines Wäldchen und ich habe über das Abnehmen in unserem Bandforum ein abgedrehtes Tagebuch geführt, in dem ich der Frage nachgegangen bin, was mit dem verlorengegangen Gewicht eigentlich passiert. Tja, was soll ich sagen. Das beschriebene Wesen wurde jedes Mal Kraft meiner Vorstellung belebt. Immer dann, wenn ich allein im Haus war und der Wind durch die Fichten und Tannen brauste. Ich glaube, als Autor bringt man immer die stärksten Impressionen zu Papier, das war wohl so eine!
WW: Es ist nicht leicht einen Verlag zu finden, vor allem wenn es um Horror geht tun sich plötzlich Gräben auf. Wie hat sich die Zusammenarbeit mit dem Luzifer-Verlag entwickelt?
VV: Sehr, sehr gut! Ich habe mein Manuskript einer Handvoll Verlagen angeboten und mich dann für den LUZIFER-Verlag entschieden. Klar, am Anfang war ich etwas skeptisch, weil der Verlag neu gegründet wurde und ich nicht wusste, auf was ich mich da einlasse. Aber die Zusammenarbeit mit Steffen Janssen ist wirklich toll. Über das Cover von Timo Kümmel habe ich mich wahnsinnig gefreut und die Bücher der Kolleginnen und Kollegen, die im LUZIFER-Verlag erschienen sind und noch kommen werden, habe ich alle gerne gelesen. Ganz oder fragmentarisch als Leseprobe. Aber klar, das Genre Horror hat es nicht leicht, daher gebührt allen Verlegern, die sich das trauen und damit erfolgreich sind, mein größter Respekt.
WW: Du hast dieses Jahr zusammen mit einigen Bekannten den Blog „Die Loge“ ins Leben gerufen. Was war die Idee dahinter?
VV: Im Horror-Forum haben wir heiß und lang eine Diskussion über den Stand der deutschsprachigen, dunklen Fantastik geführt. Aus dieser Debatte entstand eine kleine Gruppe und in der haben wir alle Ideen gesammelt, wodurch sich dieses Genre stärken lassen könnte. Der Blog war dann unser erster gemeinsamer Schritt. Hier wollen wir eine Plattform für alle Aktivitäten und Akteure der Szene bieten, liebend gern Kräfte bündeln und bestehende Institutionen unterstützen und auf sie verweisen. Wenn wir hiermit Erfolg haben, denken wir über weitere Maßnahmen nach, um den Ruf des Genres attraktiver zu gestalten und es dann bekannter zu machen. Man sieht es ja häufig in seinem eigenen Freundeskreis: Die Bücher, die ich dort empfehle, werden gelesen und gemocht, sodass ich mich gewissermaßen als Buchdealer für besondere Literatur fühle. Nur von selbst hätten sie sich die Bücher nicht besorgt, weil sie nicht davon wussten. Das zu ändern, ist unser Wunsch.
WW: Wird die Horror-Literatur eine Renaissance erleben, so wie in den 80er und 90er Jahren, als Stephen King den Buchmarkt beherrschte?
VV: Nach wie vor beherrscht Stephen King ja das Genre. Das auch zu Recht und auch deutschsprachige Autoren profitieren von ihm, wie ich finde. Zumindest kann man ja heute in Buchläden nach „Horror“ fragen, ohne allzu schief angeschaut zu werden. Aber uns geht es ja um eine Belebung der deutschsprachigen Autorenschaft und ich bin da doch sehr zuversichtlich gestimmt, dass da bald einer kommt, der mal so ein epochales Werk raushaut, wie der Frank Schätzing es mit „Der Schwarm“ für die Science-Fiction geschafft hat, einfach weil es in meinen Augen so viele gute deutschsprachige Autoren in diesem Genre gibt. Dafür drücke ich allen Autoren die Daumen!
Ich höre auf …
… ja, jetzt ist es raus: – kein Scheiß – ich höre auf, am Manuskript von „Túatha Dé Danann“ weiterzuredigieren.
Und zwar für zirka eine Woche.*
Grund für die unerwartete Ablenkung in der entscheidenden Schlussphase (es betrifft genau genommen nur den zweiten Teil von TDD, der erste Teil ist bereits im Lektorat):
die Steuererklärung für nächstes Jahr.
Ich hasse das … arrgh!
* (Ich weiß, was ihr jetzt denkt: “Oh, Sean, du verdammter Bastard, für so eine wirklich lausige Info hast du so eine vollkommen überzogene Überschrift gewählt?” Tja, Leute – Pech gehabt! Ich habe mal wieder das miese Karöttchen-Prinzip verwendet! Muhahahar … ich werde es bestimmt eines Tages bereuen! Aber dieser Tag ist nicht heute!)
In solchen Augenblicken wünscht man sich in Österreich zu wohnen. Dort besteht das allgemeine Steuerformular angeblich aus einem 1-seitigen Dokument, das in wenigen Minuten ausgefüllt und unterschrieben ist.
Andererseits kann ich als Autor verdammt nochmal froh sein, Steuern auf Einkünfte zahlen zu können. Manch ein Kollege kämpft da schon mit ganz anderen Problemen … (siehe Stephan R. Bellem weiter unten).
Ab 2013 starte ich ein neues Projekt (wenn nichts dazwischen kommt):
Es wird ein sehr umfangreiches Werk werden (umfangreicher als meine bisherigen Bücher, also 700+ Manuskriptseiten) und dennoch bin ich sehr zuversichtlich, dass im Laufe des nächsten Jahres (vermutlich ab Sommer) mit ersten „Ergebnissen“ zu rechnen ist. Also, haltet einfach mal die Augen offen. Auf Wortwellen wird es ohnehin rauf- und runtergebetet werden.
Ich habe bereits in den vergangenen Tagen, in Anbetracht der anstehenden Steuergeschichte, schon mal meine Bemühungen in Sachen TDD heruntergefahren und stattdessen mal vor langer Zeit begonnene Bücher zu Ende gelesen:
Stephen King – Der Anschlag. Vorsichtige Kaufempfehlung, weil a) u.a. Derry b) mal ganz anders c) coole Idee d) Schlussphase fast so hochwertig wie in alten Zeiten.
Gegen das Buch spricht nicht wirklich viel, denn es ist schlicht gut, aber im Mittelteil (ca. 700-800 Seiten) braucht man hin und wieder einen langen Atem. Es ist ein Wie-lebte-man-in-Amerika-in-den-Fünfziger-Jahren-Roman, der nicht wirklich ins Stephen-King-Universum passt. **** of *****
Stephan R. Bellem – Ü30 – und immer noch Pickel. Das ist nicht der übliche Bellem, VORSICHT!, kein Fantasy, sondern (leider schreckliche) Realität. Stephan nennt das Werk eine Live-Biographe (mit regelmäßig folgenden Updates). Eine gnadenlose Offenlegung seines aus dem Ruder laufenden Lebens: tragisch, komisch, bitter, unterhaltsam und schonungslos offen. Ein regelrechter Pageturner der besonderen Klasse (für Voyeure aller Art). Auch wenn ich nicht weiß, ob Stephan sich hiermit einen Gefallen tut, von mir gibt es dennoch *****Punkte.
Jeff VanderMeer – Stadt der Heiligen & Verrückten. Scheiße, ich fand meine „Tír na nÓg“-Idee eigentlich echt abgefahren. Jeffs Geschichtensammlung ist aber ungelogen um Klassen besser! China Mieville steht derzeit arg in der Kritik, gemachte Versprechen nicht einzulösen, Jeff VanderMeer aber nicht —> DER Mann des “New Weird”!
Wer dieses Werk nicht kennt, MUSS es lesen! Unbedingt! Ein Buch wie schwerer Rotwein. Zuviel auf einmal haut dich um. Deshalb langsam genießen! *****
Kurzgeschichte: Versuche (wenn die Arbeit an „Túatha Dé Danann“ es zulässt) im Sommerurlaub eine neue Kurzgeschichte zu schreiben. Für eine – wie ich denke – tolle Anthologie … weiß aber noch nicht, ob mir das zeitlich gelingt.
Prometheus: nach dem neuen Launch-Trailer zu Ridley Scotts neuem Film, gibt es heute bereits ein weiteres Featurette. Bitte schön:
Welttag des Buches. Susanne und ich sind richtig stolz: wir haben schon rund 45 der 60 Bücher (jeder hat 30 Stück bekommen) verschenken können und morgen geht nochmals ein Schwung raus. Die Empfänger haben sich alle riesig gefreut. Einziger Wermutstropfen: wer ohnehin nicht liest, hat das Geschenk gar nicht erst angenommen. Schade.
Und hier gibt es nochmals einen dicken PROMETHEUS-Nachschlag!
Wenn man den Foren der Filmfreunde derzeit so Glauben schenken will, dann ist das Gesprächsthema Nr. 1 Ridley Scotts Prometheus. Jeder giert geradezu wie ein Drogenjunkie nach neuen Einzelheiten und Szenen. Also gut … dann wollen wir mal den Dealer spielen: hier kommt Nachschub, Jungs und Mädels – der brandaktuelle (gerade mal wenige Minuten alte) Trailer:
Die Jobs von morgen – bald schürfen wir auf den Asteroiden Gold und Wasser!
Kein Aprilscherz, kein Witz: “ASTEROID MINING PLANS REVEALED BY PLANETARY RESOURCES, INC.”
Der Plan: Tagebau auf NEAs (Near-Earth Asteroids). Abgebaut werden Wasser und Metalle. Durch kosteneffektive Erkundungstechnologien werden ressourcenreiche, leicht zugängliche Asteroiden zum Mittelpunkt von Erkundungs- und Abbaumissionen.
Vorkommen: “Einige der raren Metalle und Mineralien auf der Erde sind im All in schier endloser Menge vorhanden”, sagt Direktor Peter H. Diamandis von Planetary Resources, Inc.
Einer der Initiatoren ist unter anderem Filmemacher James Cameron.
Wer jetzt unbedingt mehr Details wissen will, der sollte hier mal bei SPIEGEL-Online vorbeisurfen.
Aber hallo: “Tír na nÓg” auf der Wanderausstellung des Börsenvereins
400.000 Besucher haben in der Saison 2012/13 an 20 verschiedenen Standorten in Deutschland die Möglichkeit die beiden “Tír na nÓg”-Printausgaben des ACABUS-Verlags zu bestaunen (unter ganz vielen anderen Werken natürlich!).
Wie das?
Die Wanderausstellung “Autoren aus Baden-Württemberg und ihre Bücher” macht es möglich.
Sie ist fester Bestandteil der Stuttgarter Buchwochen und der Karlsruher Bücherschau sowie der Landesgartenschau. Außerdem wird sie in den baden-württembergischen Landesvertretungen in Brüssel und Berlin gezeigt.
Weitere ACABUS-Titel, die auf der Wanderausstellung vertreten sein werden:
“Max Sturm”
“Agrippina”
“Die Eiswolf-Saga. Teil 1 und 2″
Jau, da freue ich mich doch, in Baden-Württemberg zu wohnen.
Am Montag ist Welttag des Buches
Nächste Woche sinken die Einschaltquoten im Fernsehen. Nicht weil Gottschalk und Harald Schmidt gefeuert wurden, sondern weil am Montag “Welttag des Buches” ist. Ab jetzt wird wieder fleißig gelesen … so zumindest die Idee.
Susanne und ich jedenfalls werden je 30 Werke an neugierige Leser und Neu-Leser verteilen. Diejenigen, die von uns beglückt werden, erhalten entweder Robert Harris’ Ghost oder Tad Williams/Deborah Beales Die Drachen der Tinkerfarm.
Mit James Cameron und Google auf zu den Asteroiden?
Nein, wirklich nicht: das was jetzt folgt, ist NICHT eine weitere, durchgeknalle SF-Story von Sean – es könnte bald schon Wirklichkeit sein: wie io9.com berichtet, verdichten sich ernsthaft die Gerüchte dass AVATAR-Regisseur (und Mega-Tiefseetaucher) James Cameron gemeinsam mit Larry Page und Eric Schmidt (Google) sowie Ross Perot Jr. Weltraumgeschichte schreiben will. Mit einer gemeinsamen, ganz neu gegründeten Weltraum-Firma mit Namen “Planetary Resources” will man am 24. April die Resscourcengewinnung von Asteroiden in Angriff nehmen. (Nein, angeblich kein Aprilscherz).
Mehr Informationen hat der österreichische Kurier und das Focus-Magazin.
Der Pulitzer-Preis 2012 geht an: Nobody!
Oops – zum ersten Mal seit 35 Jahren sah sich das Pulitzer-Komitee (der mit 10.000 Dollar dotierte Preis gilt als der wichtigste Literaturpreis Amerikas!) nicht in der Lage, in der Kategorie Roman die begehrte Auszeichnung zu vergeben.
Grund: das Komitee konnte sich nicht auf einen der drei (sich in der Endauswahl befindlichen) Werke einigen.
Die von Maureen Corrigan, Susan Larson und Michael Cunningham dem Komitee überreichten Bücher (ausgesucht und ausgesiebt aus hunderten von Lesern vorgeschlagenen Werken)
Denis Johnson -”Train Dreams”
Karen Russel – “Swamplandia!”
David Foster Wallace – “The Pale King”
konnten, so Corrigan, anscheinend keine Mehrheit der (Komitee-)Stimmen auf sich vereinen.
Laut “Berliner Morgenpost” nannten US-Verleger sowie der Buchhandel auf Twitter diese Entscheidung u. a. “eine Beleidigung”.
Pottermore: die Türe ist jetzt offen …
“Bist du magisch?” – Die Frage steht am Anfang von Pottermore, dem digitalen Portal von J.K. Rowlings magischer Harry-Potter-Welt im Internet (wir berichteten). War der Zugang bislang nur wenigen Auserwählten (also eingeladenen Usern) möglich, steht Pottermore ab sofort jedem offen. (HIER)
Was ist Pottermore?
Es handelt sich um ein Portal, durch das man Rowlings Werke quasi als Avatar neu betreten kann. Die erste Geschichte der Potter-Reihe, “Harry Potter und der Stein der Weisen”, ist aktuell freigeschalten und es wartet selbst für Profi-Potter-Leser noch viel Neues in den digitalen Verliesen von Pottermore, das es zu entdecken gilt. Read the rest of this entry
“The Casual Vacancy”: J. K. Rowlings erster Post-Potter-Roman erscheint im September weltweit
Den 27. September sollte man sich schon mal im Kalender rot anstreichen. Das ist nämlich der Tag, an dem J. K. Rowling ihren ersten Post-Potter-Roman veröffentlichen wird (und zwar weltweit!).
Laut welt.de wird das Buch, das den Titel “The Casual Vacancy” trägt, in gebundener Form, als Taschenbuch und als eBook erscheinen.
Auf ihrer Homepage schreibt die 46jährige Autorin zur Story: als Barry Fairweather überraschenderweise stirbt, fällt die kleine Stadt Pagford in einen Schockzustand. Reiche gegen Arme, Teenager gegen Eltern, Frauen gegen ihre Männer – in Pagford ist nichts so wie es scheint.
Túatha Dé Danann: die Karte ist im Anmarsch
Den Lesern von Tír na nÓg dürfte die Karte von Nordland in der Printversion von Acabus nicht entgangen sein. Nun, wo es Nordland gibt, da ist auch Südland nicht weit. In der Fortsetzung, Túatha Dé Danann, verlagert sich die Handlung immer weiter nach Süden. Da darf die entsprechende Karte nicht fehlen.
Hier gibt es schon mal erste Ausschnitte:
PS: die Karte des Nordlandes findet man übrigens hier.






















































