Rezensionen

Hier erscheinen sämtliche Rezensionen zu meinen Werken, zumindest jene, die ich in die Finger kriege.

Tír na nÓg - im November im ACABUS-Verlag
Tír na nÓg – im November im ACABUS-Verlag

FEENFEUER, 07. November, 2010: Sean O’Connell: Tír na nÓg

Eintausend Jahre nach der großen Katastrophe, die die Welt für immer veränderte, gerät die Bruderschaft der Archivare in einen schweren Disput über die Natur jenes schrecklichen Ereignisses. Zwei divergierende geistige Strömungen beschwören ein Schisma herauf, das die Bruderschaft zu spalten droht.
Meister Aki und sein Schüler Cornelis werden entsandt, das Geheimnis der Katastrophe zu ergründen. Ihr Ziel: die geheimnisvolle Insel Tír na nÓg, ein unzugängliches Bollwerk der scheinbar gottgleichen Älteren, geschützt durch eine energetische Barriere, dem Ramnaroughfeld.

Unterwegs treffen sie auf Raggah, eine junge Frau, die eine merkwürdige Puppe, einen Steppogo, bei sich trägt, und die sich ihnen als Begleiterin aufdrängt. Bei dem befreundeten Archivar Yaacov wird Cornelis offenbart, dass er aufgrund seines genetischen Fingerprints auserkoren sei, die Barriere von Tír na nÓg zu durchschreiten. Doch ehe sie zur Insel aufbrechen, bricht Krieg aus…

Mit Tír na nÓg begibt sich Sean O’Connell in das Abenteuer einer phantastischen Parallelwelt bzw. einer fiktiven Zukunft und hat dieses in einen Genremix aus Steampunk, Science Fiction und Fantasy gegossen. Diese Crossover Phantastik mag zunächst auf einen etwas wirr konstruierten Weltenbau schliessen lassen, das Gegenteil ist jedoch der Fall. Der Autor geht hier äusserst durchdacht vor und zugleich in Höchstmaßen kreativ. Sean O´Connell schert sich schlichtweg nicht um Genregrenzen und schon gar nicht um ihre Einhaltung. Ein Autor jenseits von Schubladen und ihren Einengungen, der mit seinem Hörbuch ein Feuerwerk der Phantastik entfacht.

Mit Christian Hanreich wurde ein Sprecher gefunden, dem es nur bedingt gelingt dem Inhalt des Buches und seinen Figuren gerecht zu werden und so kann seine Leistung nur als passabel bezeichnet werden. Ebenfalls hätte punktuell ein besseres Lektorat der Geschichte gut getan, aber wirklich nur an wenigen Stellen. Der bescheidene Sprecher und kleine textliche Verbesserungsmöglichkeiten schaffen es jedoch nicht die Faszination dieses Hörbuchs zu mindern. Sean O’Connell hat sich für den Titel, „Land der Jugend“ auf Gälisch, in der irischen Mythologie bedient, jedoch soll dieser nicht die einzige mythologische Einstreuung bleiben.
Die Abenteuerreise von Cornelis, Meister Aki und der aufmüpfigen Raggah orientiert sich an klassischer Abenteuer-Literatur, bereichert durch ein tief gestricktes Verschwörungs- und Intrigenspiel, und bietet mit seiner Expedition ins Ungewisse spannenden Hörgenuss. Sean O’Connell beisst sich hierbei weniger an einem Feinschliff seiner Figuren fest, sondern ist ein Weltenbauer, der Erstaunliches kreiert.
Wenn riesige Kettenfahrzeuge durch karge Wüstenlandschaften donnern und ihre Dampfschlote Nebelwolken ausspucken, wenn aus Ruinenfeldern labyrinthische Städte emporwachsen, deren Bewohner argwöhnisch ihre in die Höhe und Tiefe reichenden Ebenen bewachen, wenn Voodoozauber durch Technik zur Massenmanipulation wird, Waldkinder, Menschenfresser, Metamorphen, Riesen mit brennenden Schädeln, langbeinige Gottesanbeterinnen und göttliche Alkoholiker aufeinander treffen, ist dies Sean O’Connells Werk und es heisst Tír na nÓg.

Dieses Hörbuch hat sich den Superlativen verschrieben. Sei es die Historie der Welt und ihre Erschaffung durch das Grosse Tier To Mega Therion aus der Offenbarung des Johannes oder das kleine Detail des Alltags, Sean O’Connell präsentiert es neu, ungewöhnlich, aber sehr stimmig in seiner einzigartigen Welt der Gegensätze und sonderbaren Auswüchsen einer Vielvölker-Zivilisation. Wer das Unangepasste sucht, ein Querdenkerwerk und Weltenträumer, eine interessante Geschichte mit einer guten Portion Action und farbenfrohes Kopfkino mit unbekannten Bildern, der sollte einen Blick auf Tír na nÓg, seine Mythen und dunklen Geheimnisse, werfen.

Sean O’Connells „Tír na nÓg“ – Crossover Phantastik, die dort erst anfängt wo andere Autoren sich Grenzen gesetzt haben und doch ein in sich harmonisches Gesamtbild erschafft, dass zum Staunen einlädt. Eine 16stündige Geschichte mit grossen Bildern, jenseits des Gewohnten und Bekannten. Hier steht das Fantastische auch wirklich für Fantasie.

Originallink: Feenfeuer

Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt
Tír na nÓg – Das Schicksal der Welt

HOERBUCH-BLOG.COM, 22. November 2010, Tír na nÓg – Eine Insel und ihr dunkles Geheimnis

Tír na nÓg von Sean O’Connell
Das Hörbuch »Tír na nÓg« ist ein vor Ideenreichtum strotzender Genren-Mix, der weit über mir bisher Bekanntes hinausgeht. Eine unkonventionelle Mischung aus Fantasy, Steampunk und Science-Fiction. Autor Sean O’Connell schickt seine Helden auf eine abenteuerliche Suche nach den letzten Geheimnissen ihrer Welt: Was ist die Ursache für die große, die alles zerstörende Katastrophe “To mega Therion”? Und was hat die geheimnisvolle Insel »Tír na nÓg« damit zu tun? Wer einen Fantasy-Fan zu Weihnachten glücklich machen will, der liegt mit Sean O’Connells »Tír na nÓg« gold richtig.

In einer fernen Zukunft, in einer postapokalyptischen Umgebung, machen sich zwei Helden auf den Weg das letzte Geheimnis ihrer Welt zu ergründen. Der weise Gelehrte, Meister Aki, und sein junger, ungestümer Schüler, Cornelis, werden von der Bruderschaft der Archivare entsandt um die Ursache der über 1000 Jahre zurückliegenden, alles vernichtenden Katastrophe (To mega Therion – Das große Tier) und damit das Geheimnis der sagenumwobenen Insel »Tír na nÓg« zu ergründen.

Auf ihrer abenteuerlichen Reise müssen sie sich mit dunklen Mächten auseinandersetzen und mit schrecklichen Kreaturen kämpfen. So treffen sie auf kleine schwarze Puppen, die den Verstand ihrer Wirte beherrschen und diese zu willenlosen Marionetten machen. Auf Metamorphen, die die Gestalt ihrer Opfer annehmen, auf gefräßige Monster sowie auf eine Gruppe Unsterblicher, die vor dem Untergang der Erde Zuflucht am ungewöhnlichsten Ort des Universums gefunden hat: Auf der geheimnisvollen Insel Tir na nog

Über den Autor: Sean O’ Connell

Schöpfer der Welt um »Tír na nÓg« ist der englischstämmige Autor Sean O’Connell. O’Connell, der in London aufwuchs, begann bereits im Alter von 6 Jahren seine ersten Kurzgeschichten zu schreiben und konnte mit 16 Jahre schon eine erste eigene Science-Fiction –Serie vorweisen (unter dem Titel STARLORDS). Später arbeitete er als Radiomoderator und freier Journalist.

Sean O’Connell ist bekannt für seinen unkonventionellen Schreibstil. Seine Geschichten sind ein Genre-Mix aus Fantasy, Steampunk, Post-Doomsday, klassische Heldenreise, Horror und vor allem Science-Fiction. Als Autoren, die ihn beeinflusst haben, nannte O’Connell in einem Interview China Mieville und Ian R. MacLeod. Auch die Mythologie hat es O’Connell angetan: Der Titel seines aktuellen Buches »Tír na nÓg« ist Gälisch, entstammt der irischen Mythologie und bedeutet »Land der Jugend«. Auch der zweite Teil wird einen irisch-mythologischen Titel tragen: »Tuatha Dé Danann«. Mehr dazu erfahrt Ihr auf der Seite von Sean O’Connell

Mein Fazit

Das Hörbuch »Tír na nÓg« ist ein vor Ideenreichtum strotzender Genren-Mix, der weit über mir bisher Bekanntes hinausgeht. Ein bunter, phantastischer, postapokalyptischer Steampunk-Monomythos, der in meiner persönlichen Schublade irgendwo zwischen „Der Name der Rose“ und „Otherland“ einzuordnen ist (zweiteres weil ich »Tír na nÓg« genau so eine großartige Hörspielbearbeitung wünsche).

Der Schöpfer dieser phantastischen Welt, Sean O’ Connell, arrangiert seine Figuren und Kreaturen gekonnt und ohne sich im Detail zu verlieren. Auch die Handlungsstränge sind stringent, übersichtlich und erzeugen beim Leser Hörer die Spannung, die nötig ist, um ihn auf ein 16 stündiges Hörabenteuer-Saga zu entführen.

Ganz unproblematisch ist die Länge O’Connells »Tír na nÓg« aber nicht (und genau deswegen die Hörspielandeutung oben): 15 Stunden sind für ein Hörbuch, das von einem Sprecher getragen wird, zu lang (meine Meinung). Sprecher Christian Hanreich ist bemüht den Figuren Esprit zu verleihen, doch bleibt bei der Länge des Hörbuchs hier und dort etwas auf der Strecke.

Unter dem Strich bleibt aber eine starke, phantasievolle Geschichte, die einer breiten Hörerschaft gefallen wird. Wer einen Fantasy-Fan zu Weihnachten glücklich machen will, der liegt mit Sean O’Connells »Tír na nÓg« gold richtig.

Viel Spaß beim Nachhören!

Originallink: Hoerbuch-Blog.com

FEENFEUER, 15. November 2010, “Die zehnte Inkarnation Vishnus”* in “Avatare, Roboter & andere Stellvertreter”

*Storyrezension durch Kursiv hervorgehoben

Avatare, Roboter & andere Stellvertreter (Hrsg. Susanne O’Connell)
Filed under: Bücher, Rezensionen by Feenfeuer — 2 Kommentare 15. November 2010
Das Geheimnis einer rätselhaften Truhe, Puppenmonster, eine Kneipe an der schottischen Küste, Kalkis Vernichtungszug, das Schicksal eines Inquisitors, ein Mythos-Virus, Nietzsches Krähen…
31 Geschichten rund um Roboter, Klone und Avatare – die Stellvertreter verschiedenster Wesen, vor allem aber einer wahrlich bedrohten Lebensform: des Menschen. Susanne O’Connell (selber Autorin mehrerer Geschichten und Gedichte im phantastischen Bereich) hat eine Anthologie zusammen gestellt, deren Thematik doch zunächst etwas ungewöhnlich wirkt, aber gerade deshalb interessante Phantastik birgt.
Satte 31 Kurzgeschichten von 29 AutorInnen hält Avatare, Roboter & andere Stellvertreter bereit und bei dieser Quantität auch erfreulich vielfältige Ansätze sich dem Thema zu nähern. Neben der inhaltlichen Breite existieren natürlich auch leichte qualitative Schwankungen innerhalb einer so umfangreichen Anthologie. Einige Stellvertreter Geschichten schöpfen ihr Potential nicht vollends aus, verfügen aber mindestens über eine gute Ausformung und eben solche Ideen. Man mag es ein fehlendes I-Tüpfelchen nennen, etwas zu wenig Feinschliff oder vielleicht auch nur einen Interpretationsraum für die Leserschaft. Der überwiegende Großteil der Anthologie weiss jedoch zu überzeugen, überraschen und phantastisch zu unterhalten.
Drei Stellvertreter Geschichten sein hier kurz vorgestellt, um einen Einblick in die inhaltlichen Vielfallt der Anthologie zu geben:
Sean O’Connell: Die zehnte Inkarnation Vishnus
Der Weltuntergang beginnt am 06.03.2022 in Kasachstan. Vishnuyasas blauhäutiger Avatar Kalki fährt, mit flammenden Schwert und auf auf einem weißen Ross thronend, vom Himmel herab. Per Free-3D-Googlecams verfolgen Streamer und alle anderen Menschen, des informationstechnologisch hochgerüsteten Zeitalters, den Vernichtungsfeldzug der hinduistischen Manifestation. Die Welt ist geschockt. Die Streamer schalten neue Server frei, um die Übertragung des Ereignisses zu gewährleisten. Kasachstan wird vernichten, anschliessend die Mongolei und China. Das Zeitalter der Menschen hat sein Ende gefunden…
Seit Tír na nÓg hat Sean O’Connell den Ruf eines Crossover-Phantasten weg und auch in dieser Kurzgeschichte kombiniert er wieder Elemente, die auf den ersten Blick überhaupt keine gemeinsame Schnittstelle aufweisen. Hinduistische Mythologie trifft auf ein hochmodernes Informationszeitalter und stellt eine Art faszinierend absurder Urban Fantasy oder schlichtweg höchst individueller Phantastik dar. Wenn in Italien ein Silvio B. aus einem Seniorenbordell gekrochen kommt und der Petersdom den Heiligen Vater unter sich begräbt, während der Sohn Vishnus der Menscheit den Garus macht, ist dies ein Garant für abgedrehten Lesespass, der besonderen Art. Mit Witz, Ideenreichtum und Genialität liegt hier eine schlichtweg einmalige Geschichte vor. So muss Phantastik sein.

Susanne Haberland: Das Märchen von dem Prinzen und dem Stallburschen
Es war einmal ein König, dieser hatte einen Sohn, der eher den wohligen Seiten des Prinzendaseins zugeneigt war und so erklärte der Monarch eines Morgens, das er in des Sohnes Alter bereits zwei Riesen und einen Drachen besiegt und somit drei Prinzessinnen errettet hatte. Der Prinz solle nun endlich in die väterlichen Fußstapfen treten und seiner Rolle gerecht werden, sonst gäb es kein Frühstück. Notgedrungen und hungrig muss sich der Prinz auf eine Âventiure begeben. Doch warum sollte er selber diese Last auf sich nehmen, wo er doch einen Stellvertreter ernennen kann?
Susanne Haberland hat hier ein wundervolles Märchen gestrickt, welches nicht nur das Einzige in der Anthologie ist, sondern auch noch wirklich sehr gelungen ist. Feinfühlig geschrieben, stets mit einem Augenzwinkern und humoristischer Komponente, greift die Autorin das Thema der Anthologie eigenwillig auf und führt es in eine Prinzessinnen-Rettungs-Aktion, mit klassischen Märchenelementen, in einem erfrischend neuem Gewand. Diese Geschichte macht Lust mehr von der Autorin zu lesen.
Sonja Schimmelpfennig: Eine perfekte Kopie
Ruanadh hatte sich einen ruhigen Feierabend verdient. Ihre Buchhandlung war aufgeräumt und die Auslage mit Diebeszaubern versehen. Doch als sie ihre angrenzende Wohnung betritt, wartet dort bereist jemand auf sie. Ein unerwünschter Gast. Der Fernseher lief, ein Rotschopf lugte hinter dem Sofa hervor und dessen Füße lagen auf dem Tisch. Shaede. Wo die Vampirin auftauchte gab es Ärger und so war es auch in diesem Fall. Die Nachrichten im Fernseher zeigten Bilder eines Banküberfalls und ein Foto der Täterin. Jener Person, die sich gerade beklagte das Ruanadhs kein Bier im Kühlschrank hatte. Doch Shaede beteuerte diesen Raub nicht begangen zu haben, es musste jemand sein, der ihr bis ins Detail ähnelte…
Sonja Schimmelpfennig präsentiert moderne Urban Fantasy mit Vampiren und einem sonderbaren Gestaltwandler. Sehr schön geschrieben, ein wenig blutig und mit einer mysteriösen Note untermalt, liegt hier eine spannende Kurzgeschichte vor, die diese Anthologie bereichert und gerade Leser mit einer Orientierung auf moderne Fantasy ansprechen wird.
„Avatare, Roboter & andere Stellvertreter“ – Eine Anthologie mit Höhen und Tiefen, aber durchweg guten Ideen. Ein breiter Genremix aus Mystery, Fantasy, Science Fiction, Märchenhaftem, leichtem Horror und Endzeit Dramatik. Avatare, Stellvertreter, Roboter, Androiden, Klone, Gestaltwandler, Trugbilder uvm. machen diese Anthologie zu einer bunten, interessanten und ungewöhnlichen Mischung der Phantastik.
Folgende AutorInnen und Geschichten bietet diese Anthologie:
Gabriele Behrend: Schreizimmer / Schattenkabinett
Hanno Berg: Das Tonband
Martina Bethe-Hartwig: Die Vorladung
CCBieling: Der Rosenpakt
Sinje Blumenstein: Fruchtmond
Melanie Brosowski: Dienstvorschrifte
Martin Christians: Game Over
Ulf Großmann: Der Herr der Puppen
Susanne Haberland: Das Märchen von dem Prinzen und dem Stalljungen
Carolin Hafen: Abbild
Andreas Inderwildi: Himmel auf Erden
Thomas Jordan: Die Nahtöter / Anschlag in Utopia
Jörg Karweick: Vicarius Morituri
Anne Kay: Das Spiegelbild
Oliver Kern: Der Knöchel
Lisa Mauritz: Das Gesicht und die Maske
Lothar Nietsch: Der Beschluss
Beatrice Nunold: Atopia
Sean O’Connell: Die zehnte Inkarnation Vishnus
Susanne O’Connell: Vagóor
Rebekka Pax: Nebelgrau
Kai Riedemann: Ich töte in deinem Namen
Gerd Scherm: Der Emotionaut
Sonja Schimmelpfennig: Die perfekte Kopie
Margret Schwekendiek: Konsumverweigerung
Katharina Seck: Cian – Der Anfang war das Ende
Andrea Spille: INFAM
Joachim Sohn: Flucht von Fanfasl
Arthur Gordon Wolf: Thannag-Shi
Mehr zu dem Buch: Avatare, Roboter & andere Stellvertreter
Buchfakten:
Avatare, Roboter & andere Stellvertreter
Susanne O’Connell
Wendepunkt Verlag
300 Seiten, Softcover
ISBN 978-3-935841-72-6

Avatare, Roboter & andere Stellvertreter
Avatare, Roboter & andere Stellvertreter

PhantaNews, 04. Januar 2011, Sean O’Connell – Tír na nÓg

In nahezu allen Fällen, in denen man heutzutage Phantastik angedient bekommen soll, bedienen sich Verlage gerne des Hilfsmittels Genre-Schublade. Kein Wunder. Wenn sich HARRY POTTER verkauft wie geschnitten Brot, dann ist man in den Marketing-Abteilungen der Ansicht, dass der Leser mehr davon möchte und sucht in verzweifelt anmutender Weise nach ähnlichem Kram, um den dann unter dem überstrapazierten »All Age«-Etikett mit dem Zusatz »Der nächste Harry Potter« an die geifernde Fanmasse zu verhökern. Ähnliches gilt für Urban Fantasy, Romantasy, Vampire und was es für Einordnungen mehr gibt.
Als kritischer Leser gewinnt man den Eindruck, dass durch diese Vorgehensweisen nur noch Kopien von Kopien in Buchform auf den Markt geworfen werden und hauptsächlich massenkompatible Mainstream-Ware den Weg zum Phantastik-Freund findet. Außergewöhnliches muss man mit der Lupe suchen, wenn es überhaupt vorhanden ist. Klar, bei einem Großteil der Leser handelt es sich um Konsumenten, die einfach was Kurzweiliges zum Lesen haben wollen und denen mein Gesabbel über Schubladen und Mainstream völlig egal ist.
Dennoch – man hat den Eindruck, dass in den Einkäufer- und Marketingetagen der Verlage ein Stoff nur noch dann angenommen wird, wenn er an irgendwas Erfolgreiches angelehnt wurde. Wieviel hochinteressantes Zeug uns Phantastik-Anhängern dadurch verborgen bleibt, weil es nie in Druck kommt, möchte ich mir gar nicht vorstellen, bzw. weiß es, da ich amerikanische Originale lese, die den hiesigen Markt nie erreichen, obwohl sie brilliant sind.
Umso erfrischender ist es dann, wenn man endlich einmal etwas präsentiert bekommt, das zwar bekannte Versatzstücke aufweist, sich aber jeglicher Schubladen auf nahezu dreist zu nennende Weise entzieht und diese Versatzstücke aus diversen Spielarten des Genres zu einem kurzweiligen Neuen vermengt.
Die Rede ist von Sean O’Connells Roman TÍR NA NÓG.
In einer Welt, in der es vor ungefähr tausend Jahren zu einer Katastrophe kam, die für ihre heutige Struktur verantwortlich ist, macht sich ein Mitglied des Ordens der Archivare mit seinem Schüler auf den Weg, um herauszufinden, was damals tatsächlich geschah. Das ist die grobe Ausgangssituation, die Meister Aki und Schüler Cornelis im Stil einer Reiseerzählung auf einen »Roadtrip« ganz besonderer Art schickt.
Wer jetzt mault »ist doch nix neues!« der irrt gewaltig, denn bereits nach kurzer Lektüre wird vor dem staunenden Leser ein Kaleidoskop von Ideen ausgebreitet, bei denen man sich allzu oft erstmal nur verwundert am Kopf kratzen kann und sich fragt: »Wie jetzt?« Denn zum einen ist das mit der Katastrophe dann wohl doch nicht so einfach und zum anderen trifft man auf normale Menschen und eigenartige Wesen, mittelalterliche und moderne Technik, Bekanntes aus unserer Welt und Dinge, die man aus verschiedenen irdischen Mythologien kennt. Alles behutsam und nach und nach ausgebreitet und nicht am Stück mit dem Holzhammer verabreicht, und wie kongenial verquirlt das alles tatsächlich ist, erschließt sich erst im Verlauf des Romans.
Das hätte böse ins Auge gehen können, doch der Autor schafft es, dass die Geschichte eben nicht ein wirrer Mix aus allem Möglichen wird, der an sich selbst und seiner Überladenheit zugrunde geht, sondern aufgrund der Tatsache, dass alles homogen und schlüssig wirkt und im Verlauf des Romans immer mehr kleine Details aufgedeckt werden, die dem Leser ein Licht nach dem anderen aufgehen lassen, ist TÍR NA NÓG ein ganz besonderes Lesevergnügen. Im Englischen nennt man so etwas einen »Pageturner«, ich habe mich damit schwer getan, das Buch aus der Hand zu legen.
Der Erzählstil ist dabei nie überheblich, will dem Leser nicht eine gekünstelte »hohe Literatur« aufzwingen, sondern nimmt den Besucher der Welt spielerisch bei der Hand und weiß ganz klar von sich, dass er bei aller unterschwelligen Philosophie (die immer deutlicher wird, je weiter man im Roman kommt) vor allem unterhalten möchte.
Bemerkenswert ist hier unter anderem, dass sich Charaktere zum Teil sehr eindeutig über ihre Sprache identifizieren lassen, wer nicht in der besten Gegend aufwächst, der spricht auch so und deswegen sollte man sich nicht darüber wundern, wenn man im Verlauf der Erzählung auch schon mal auf Kraftausdrücke stößt. Das macht das Ganze aber nur glaubwürdiger und homogener.
Im Verlauf der Lektüre stellt man wie bereits angedeutet fest, dass die Geschichte mit ihrem Verlauf immer komplexer wird und dennoch schafft es Sean O’Connell, sich nicht an diese Komplexität zu verlieren, auch wenn man immer mehr durchblickt, was geschehen ist und was geschieht, bleibt die Story doch sehr lesbar und wird nicht klobig.
Das Buch wimmelt nicht nur von irren Ideen, sondern auch von haufenweise interessanten, liebenswerten und abstoßenden Charakteren, allen voran natürlich Schüler Cornelis, der in seiner Gutmütigkeit, anfänglichen Naivität und Gutherzigkeit wie eine Mischung aus Luke Skywalker und Parzival anmutet, aber gezwungenermaßen eine Entwicklung durchmacht und seine Unschuld verliert. Ausgesprochen gefallen hat mir aber auch Raggah, die mit ihrem losen Mundwerk und bodenständigem Loslegen einen prima Gegenpol zum zögerlichen Cornelis und dem weisen Aki bildet. Ebenfalls besonders gut kamen bei mir einige der Unsterblichen an, denen die Unmöglichkeit zu sterben dermaßen auf den Wecker geht (oder die derart gelangweilt sind), dass sie sich gern mal heftig einen auf den Knorpel schütten; davon, dass sie sich seltsame Verhaltensweisen zugelegt haben mal ganz abgesehen. Köstlich – und nachvollziehbar.

Klar gibt es Klischees in TÍR NA NÓG, aber wenn wir mal ehrlich sind, dann stehen wir alle, die wir Phantastik lesen auf Klischees, deswegen kaufen wir die ganzen Bücher doch, oder? Der Meister und sein Schüler – das haben wir schon mal irgendwo gehabt, man nennt so etwas »Archetypen«. Gegen Klischees habe ich persönlich gar nichts einzuwenden, solange sie nicht übertrieben werden und solange sie in eine kreative, kurzweilige und neuartige Rahmenhandlung eingebettet werden. Das geschieht hier.
Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass ich mich zum Inhalt von TÍR NA NÓG überaus spärlich äußere. Das hat auch seinen Grund, denn es würde einem potentiellen Käufer ganz erheblich den Spaß verderben, würde ich Konkretes aus dem Roman im Rahmen der Besprechung offen legen. Das wäre weder den Lesern noch der Geschichte gegenüber fair, deswegen muss ich leider um Details herum lavieren. Macht euch selbst ein Bild, ich garantiere, dass es in keinem Fall langweilig wird!
TÍR NA NÓG ist derzeit im Action Verlag als Hörbuch erhältlich; einen Verlag, der das Werk als Printausgabe heraus geben möchte gibt es noch nicht, bzw. befindet Sean sich in Verhandlungen. Ich kann hier nur hoffen, dass diese Verhandlungen schnell zu einem positiven Ergebnis führen: wenn dieser Roman nicht veröffentlicht wird, dann sollten die deutschen Verlage lieber gleich ganz aufhören, Phantastik heraus zu bringen, denn dieses Buch ist um Längen besser als manch anderer Schubladen-Bullshit in zehn Bänden, den man hierzulande so auf den Markt presst, um einen schnellen Euro zu machen. TÍR NA NÓG ist erfrischend anders – aber das schrieb ich bereits.
Man muss übrigens keine Angst haben, dass versucht wird, den Leser an eine Reihe mit zwanzig Bänden zu binden: Die Geschichte um Cornelis ist auf zwei Romane festgelegt. Und da komme ich dann auch zum einzigen Kritikpunkt: TÍR NA NÓG endet mit einem Cliffhanger. Argh! Der zweite Roman – TÚATHA DÉ DANANN – ist noch in Arbeit, wie soll ich denn nur die Wartezeit durchstehen, bis es endlich weiter geht? Schreib schneller, Sean!
Als Fazit spreche ich eine unbedingte Empfehlung für solche Phantastik-Freunde aus, die mal was anderes lesen/hören möchten und nichts gegen flüssig lesbare und unterhaltsame Phantastik-Abenteuerliteratur mit skurrilen Ideen einzuwenden haben. Solche Leser werden nicht enttäuscht werden. Da das Werk gedruckt noch nicht vorliegt, werden die Eiligen mit dem Hörbuch vorlieb nehmen müssen, aber auch das ist eine gute Alternative.
Zum Abschluss möchte ich mich noch ausdrücklich bei Sean O’Connell bedanken. Er hatte mir zwar die Hörbuch-Version von TÍR NA NÓG zur Verfügung gestellt, ich muss aber zugeben, dass mir für Hörbücher ein wenig die Zeit fehlt. Deswegen hatte ich einfach mal dreist nachgefragt, ob ich eine Textversion bekommen könne, um sie auf dem eReader zu goutieren. Sean hatte diesem Wunsch entsprochen und so war ich in der glücklichen Lage, den Roman auf diese Art bereits vor dem Erscheinen als Druckausgabe lesen zu können. Danke!

Den Verlagen rufe ich ausdrücklich und laut zu: DRUCKT DAS! VERDAMMT!

Original-Link: http://phantanews.de/dp/content/sean-oconnell-t%C3%ADr-na-n%C3%B3g

TNN-Thalia
Tír na nÓg bei Thalia

CLOCKWORKER, 08.12.2010, Sean O’Connell – Tír na nÓg

Wahrscheinlich hat jeder so ein Buch-Genre, mit dem er sich überhaupt nicht anfreunden kann: humoristische Fantasy, Vampire, Lokal-Krimis… was auch immer. Für mich sind es Romane, die sich an gar keine Schublade halten und einen wilden Genre-Mix aus Science-Fiction, Horror, Steampunk und/oder klassischer Fantasy abliefern. Romane in dem sprechende Hunde und singende Pandas zum normalen sozialen Umfeld der Akteure gehören und sich niemand nach dem Magier im Raumschiff umdrehen würde.
Sean O’Connell hat mit seinem Hörbuch “Tír na nÓg” genau so einen Roman abgeliefert (Ok, nicht genau diesen Roman, die singenden Pandas sind dichterische Freiheit von mir) und mit gehöriger Skepsis machte ich mich an die 15 Stunden Hörbuch aus dem Action Verlag. Niemand hat gesagt, dass Rezensionen Spaß machen sollen…
Schon beim Einstieg wurde ich aus meinem gepflegten Missmut geweckt und wurde im wahrsten Sinne des Wortes “hellhörig”. Die Musik, die den Hörer in die Welt von Tír na nÓg einstimmen soll, war kein einfaches Synthie-Geklimper wie man es oft bei kleineren Verlagen hört, sondern richtig gut hörbar und schafft einen fast filmischen Einstieg in die Handlung. Dem Komponisten Thomas Nolte gehört an dieser Stelle ein ausgesprochenes Lob.
Aber war ja immer noch diese “Ich-mache-was-mir-gefällt Welt“, da wird gute Musik auch nicht helfen.
Lange nach der großen Katastrophe droht die Bruderschaft der Archivare an einem Disput über dieses Ereignis zu zerbrechen. Meister Aki und sein Schüler Cornelis werden entsandt, um dieses Geheimnis zu ergründen. Ihr Ziel ist die Insel “Tír na nÓg”, die von einer mächtigen Barriere geschützt wird.
Ich gebe es ja nur ungerne zu, aber mein Vorurteil war innerhalb kürzester Zeit völlig widerlegt und ich war in der Geschichte von Meister Aki und seinem Schüler gefangen. Die von Sean O’Connell erdachte Welt ist kein wildes Misch-Masch, sondern ein gut gemixter Cocktail, bei dem jede Zutat ihren Sinn hat, sich perfekt mit den anderen kombiniert, um am Ende ein schmackhaftes Getränk zu ergeben. Trotz der Vielfalt der Elemente wirkt die Geschichte nicht konstruiert, sondern ist gut durchdacht und überrascht an vielen Stellen mit kreativen Einfällen. Das ist “Phantastik” im besten Sinne des Wortes, denn es gibt keine Schublade an die sich O’Connell hält.
Die Erzählung entwickelt sich als klassische Reise-Abenteuer-Handlung, wird aber durch geschickten Intrigen, Verschwörungen und Überraschungen angereichert, so dass man sich nie auf dem “Mordor-Been-There-Done-That”-Pfad fühlt. Die Welt ist stimmig und der Autor erweist sich als ausgezeichneter Weltenbauer. Da fällt es auch nicht negativ auf, dass die Charaktere auch einer typischen Reise-Abenteuer-Geschichte entspringen: die Handlung steht im Vordergrund und nicht die psychologische Detailzeichnung eines Protagonisten.
Ein kleines Manko ist der Sprecher Christian Hanreich, dem es leider nicht gelingt seine Erzählung ebenso farbenfroh und kreativ ins Ohr zu bringen. Seine Leistung ist nicht schlecht, aber ich hätte mir mehr Tiefe bei den einzelnen Charaktere gewünscht. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau.
Tír na nÓg von Sean O’Connell bietet 15 Stunden fantastische Unterhaltung in einer fernen Welt, genau das richtige für lange Winterabende.

Originallink: Clockworker

Tír na nÓg: DVD-Hörbuch im Action-Verlag
Tír na nÓg: DVD-Hörbuch im Action-Verlag

Literaturschock.de, Forum, 13. April 2011, Beitrag von Räubertochter

In einer Welt, die weit in der Zukunft liegt, ist nichts mehr so, wie wir es kennen. Menschen werden mit kleinen Puppen manipuliert, es gibt Mensch-Hund-Hybriden, viele skurrile Spezies und zwischen allen Völkern herrscht tiefes Misstrauen.
Meister Aki, Mitglied der Bruderschaft der Archivare, reist mit seinem Schüler Cornelis zum Nabel der Welt, um endlich und endgültig herauszufinden, welche Katastrophe in der Vergangenheit ihrer Welt nun eigentlich passiert ist. Dabei treffen sie auch vielerlei Kreaturen, etliche Hindernisse, jedoch auch auf unerwartete Hilfe und neue Freunde und Verbündete. Nicht mal der ausbrechende Krieg kann die Freunde aufhalten.
Ein wirklich interessantes Buch. Je weiter die Handlung fort schritt, desto mehr änderte ich meine Vergleiche. Zunächst erinnerte die Geschichte mich an Stephen Kings „Dunkle-Turm-Saga“, später kamen Final-Fantasy-hafte Elemente hinzu, schlussendlich fühlte ich mich an Filme wie Matrix oder Inception erinnert… Rückblickend kann man es wohl nur als fantasievollen Genremix bezeichnen.
Sean O’Connell erzählt unterhaltsam, wenn es mir im Kriegsgeschehen auch mitunter schwer fiel, die einzelnen Kriegsparteien nicht durcheinanderzuwerfen. Die Geschichte ist schlüssig und bietet eine gute Erklärung für die Geschehnisse, sie findet zu einem akzeptablen Ende, wenn auch die Saga, die hier beginnt, noch lange nicht beendet scheint.
Leider ist der Sprecher Christian Hanreich nicht so virtuos wie einige seiner Kollegen, obgleich er sich im Verlauf des Buches mehr und mehr in den Text hineinfindet. Dennoch erwarte ich nun gespannt die Fortsetzung dieser spannenden Geschichte und vergebe (4 aus 5).

Originallink: Literaturschock.de sowie auch hier: Frau-Rosenbusch.de

TNN bei Weltbild.de
TNN bei Weltbild.de
Verloren im Intermundium
Verloren im Intermundium

WEITERE REZENSIONEN:

Fandom Observer, 5. November 2011, “Verloren im Intermundium” (Storysammlung v. Susanne und Sean O’Connell)
Cat on a Wheel, 7. November 2011, “Verloren im Intermundium”
PhantaNews, 23. September, Susanne und Sean O´Connell – VERLOREN IM INTERMUNDIUM
Fictionfantasy.de, 26. November 2011, Verloren im Intermundium
Barbaras Buchregal, 1. Februar 2012, Sean O’Connell, “Tír na nÓg – Der Auserwählte”
FictionFantasy, 7. Feburuar 2012, Sean O’Connell “Tír na nÓg – Der Auserwählte”
Phantastik-Couch, 1. März 2012, Sean O’Connell “Tír na nÓg – Der Auserwählte”
Fandom Observer 273, Seite 17, 1. März 2012, Sean O’Connell “Tír na nÓg – Der Auserwählte – EIGENER CHARME”
Fantasybuch.de, 21. März, Sean O’Connell “Tír na nÓg Der Auserwählte”
CatOnAWheel, 23. März 2012, CatOnAWheel: Tír na nÓg von Sean O’Connell
FandomObserver.de, 22. Mai 2012, Tír na nÓg – Das Schicksal der Welt
Fictionfantasy.de, 29. Oktober 2012, “Tír na nÓg – Das Schicksal der Welt”
Fandom Observer, 1. November 2012, “Túatha Dé Danann – Sternenheim”
Fandom Observer, 1. Februar 2013, “Túatha Dé Danann – Nekropolis”

Miriam Pharo, LovelyBooks.de, Tír na nÓg, Der Auserwählte von Sean O’Connell

TNN: "Der Auserwählte" und "Das Schicksal der Welt" (c) Fandom Observer
TNN: “Der Auserwählte” und “Das Schicksal der Welt” (c) Fandom Observer

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