Archiv der Kategorie: Schreiben

Ich habe da mal ein paar Fragen zum Urheberrecht …

Kampf ums Urheberrecht

Kampf ums Urheberrecht

Wer die Presse dieser Tage verfolgt, weiß: Die Urheberrechtsdiskussion artet zu einer richtigen Schlammschlacht aus. Befürworter und Gegner fahren täglich immer stärkere Geschütze auf und ein Ende ist nicht absehbar. Aber haben wir das Thema nicht schon früher gehabt, ist das Ganze nicht ein alter Hut? Oder fokusierter gefragt: Sind wir Künstler nicht schon seit je her vom Konsumenten “betrogen” worden? Oder “betrügen” wir selbst gar, wenn wir Künstler konsumieren und dann dieses Konsumgut an andere weitergeben?

Ein Beispiel: Mein Lieblingsfilmemacher hat gerade seinen neuesten Streifen in die Lichtspielhäuser gebracht. *Freu!* Er verdient daran (im Promillebereich zwar, aber aufgrund seiner Verträge an jeder gottverdammten Kinokarte). Ich bezahle brav den Eintritt und mein Lieblingsfilmemacher wird somit von mir, dem ehrenwerten Konsumenten, entlohnt. *Doppelfreu!* Der Film hat mir dann prompt so gut gefallen – am nächsten Tag gehe ich nochmals rein. Ich nehme aber zehn Freunde mit. Auch sie kaufen alle eine Kinokarte. Soweit so gut.

Ich kann mich an dem Streifen aber nicht sattsehen und kaufe mir nach drei Monaten die DVD. Ich sehe sie zunächst alleine. Das ist kein Problem. Ich habe schließlich für das Produkt bezahlt, ich darf es also konsumieren. Am nächsten Tag lade ich jedoch zehn Freunde ein (die den Film nicht kennen). Der Filmemacher (und natürlich das Studio, der Distributor, etc pp.) erhält von diesen zehn Freunden keine Entlohnung für ihre Kunst. Keinen Cent. Nicht einmal ein Dankeschön. Nada. (Auch nicht von mir übrigens, denn ich habe die DVD fürs zweite Mal anschauen auch nicht neu erworben, und Django zahlt bekanntlich nicht fürs zweite Mal. Ätsch!)

Ein anderes Beispiel: Ich kaufe ein Buch. Nach dem Lesen verleihe ich es an meine sparsamen zehn Freunde. Sie alle haben für das Buch nichts bezahlt, lesen es aber trotzdem. Der Autor (gottseidank war es nicht mein Werk! Puh!) wurde um seine gerechte Entlohnung betrogen (äh … oder?) und erhält – wer hätte es gedacht – natürlich keinen Cent von diesen Geizkragen.

Danach kaufe ich mir ein eBook für meinen DRMfreien Reader. Ich mache von dem Werk Kopien und verteile sie an meine zehn engsten (und geizigsten) Freunde. Es gefällt ihnen und ich beschließe als altruistische Persönlichkeit, die ich nunmal bin (nein, Susanne – sag jetzt bitte nichts Gegenteiliges!),  das eBook an meinen gesammten Facebook-Freundeskreis (über 700 Personen) zu verteilen.
Betrüge ich den Autor um seine Tantiemen? Darf ich denn meine digitale Version überhaupt weitergeben? Gilt sie dann als “gestohlen”, wenn meine Freunde ihrerseits das eBook weitergeben? (Nein? Nein! Meine rechtmäßig erworbene Version habe ich ja noch – oder wie?)

Darf ich ein analoges Buch verleihen? Der Autor bekommt ja keinen Cent dafür!

Darf eine Bibliothek ein Buch verleihen? Wie wird denn hier mit den Urhebern abgerechnet??

Darf ich ein Buch überhaupt laut vorlesen (vielleicht in einer Schulklasse)? Darf das jemand mit einem Digi-Recorder aufzeichnen und auf Facebook stellen? Oder ist das alles Diebstahl?

Wo, bitteschön, beginnt denn eigentlich diese … Urheberrechtsverletzung?

Und … haben wir nicht immer schon das Urheberrecht verletzt?

Sind wir also alle … kriminell?

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unser

TS Orgel im Gespräch

Stephan und Tom Orgel

Stephan und Tom Orgel

WW: Orks vs. Zwerge ist euer erster großer Printauftritt bei einem Publikumsverlag. In der Vorschau wirbt Heyne gar mit dem Prädikat „Spitzentitel“. Was geht da in einem vor, wenn man so etwas liest?

Tom: Hm. In mir: Eine Portion ganz selbstsüchtiger Stolz, es irgendwie dorthin geschafft zu haben, gepaart mit ein wenig Unglauben darüber, es irgendwie dorthin geschafft zu haben. Dazu eine Spur schlechtes Gewissen Kollegen gegenüber, die wir irgendwie auf dem Weg dorthin “überholt” haben, obwohl sie sicher nicht schlechter sind als wir. Und die leise Stimme, die jetzt die Frage stellt, ob wir dem “Spitzentitel” tatsächlich gerecht werden. Das Wort ist immerhin eine verdammt hohe Messlatte.

Stephan: Spitzentitel? Das Wort hat irgend so ein großmäuliger Ork unter Androhung körperlicher Gewalt durchgedrückt, oder? Jedenfalls bin ich ziemlich gespannt, was daraus wird und vor allem, ob das Buch den Lesern gefällt.

WW: Wie kam es denn zu Orks vs. Zwerge? Wart ihr schon dran an dem Werk (schreibt man solch ein Buch von sich aus überhaupt?), oder war steckte hinter dem Konzept Verlag und Agentur?

T.S. Orgel: Die Idee ist auf dem gemeinsamen Mist von Agentur, Verlag und uns gewachsen. Wir haben letztes Jahr an einem ähnlichen Konzept gearbeitet, das allerdings nicht auf “Völker” ausgerichtet war. Während der Gespräche zu diesem Manuskript entstand zwischen Verlag, Agentur und uns der Gedanke, so etwas konsequent auf einen “klassischen” Völkerkonflikt auszuarbeiten und die zwei Haupt-Erzähllinien ebenso konsequent den beiden Parteien zuzuordnen. Durch unsere Art zu schreiben haben wir sowieso meist mehrere Erzählstränge und Protagonisten. Es ist ein wenig wie beim Rollenspiel, wo jeder seinen eigenen Charakter durch die gemeinsame Geschichte steuert. Die Idee hat den Verlag und uns gereizt. Bei Heyne sieht man das als konsequente Weiterentwicklung und Ergänzung der beliebten “Völker-Fantasy”.
Und bei der Frage, welche Völker wir verwenden, können wir ein Schielen auf die anstehende Hobbit-Verfilmung (in der sich schließlich ein Rudel Zwerge mit einer Horde Orks herumärgert) ruhig zugeben. Wir wollten uns natürlich auch ein wenig austoben, was mit … sagen wir Elfen gegen Zentauren schwieriger ist. Wobei … Pferdescherze gehen ja auch immer.

WW: Wie lange habt ihr an dem Werk gearbeitet? Wie brutal war die Deadline?

Tom: Die Planung begann Anfang September 2011 (am 9.9. ging ein “Brainstorming”-Dokument an die Agentur raus, sagt meine Dateiübersicht), ein Exposé war Anfang Oktober fertig. Letzte Eckdaten haben wir auf der Buchmesse bei einem Kaffee festgeklopft und dann begann die Schreibarbeit. Mein erstes Textdokument stammt vom 4. November – und die erste Szene darin hatte ich schon völlig vergessen. Sie existiert im Buch nicht. *g*
Ab da blieben uns ziemlich genau 6 Monate Zeit, wobei der Plan war, jeweils zum Monatsende 100 Seiten fertig zu haben, was uns einen Monat Puffer ließ. Den haben wir dann bis auf den letzten Tag (und die letzte Nacht) ausgeschöpft. Eigentlich also eine moderate Deadline. Wenn da nicht jeden Tag der Vollzeitjob zum Broterwerb wäre. ;)

Stephan: Schlafen und essen halten einen zwischendrin auch immer wieder auf. Aber glücklicherweise sind wir inzwischen ganz gut eingespielt, so dass der Eine auch mal aushelfen kann, wenn der Andere einen Durchhänger oder andere Termine hat.

WW: Wie habt ihr euch die Arbeit an dem Buch aufgeteilt, wie habt ihr euch abgestimmt?

Stephan: Idee und Grobverlauf der Geschichte haben wir im Verlauf der sechs Monate in endlosen Telefonaten und E-Mails immer wieder neu ausdiskutiert und in Frage gestellt. Jeder hat mal bessere und auch mal schlechtere Ideen und als Brüder scheuen wir uns nicht, den Anderen darauf hinzuweisen, wenn er mit einem bescheuerten Vorschlag kommt. Dadurch sind wir gleichzeitig auch unsere ersten kritischen Testleser. Das hilft ungemein, Brüche und Logiklücken in der Geschichte zu finden (alle jetzt noch vorhandenen sind natürlich reine Absicht und werden in späteren Büchern irgendwann aufgeklärt).
Das eigentliche Schreiben haben wir uns Kapitel- bzw. protagonistenweise aufgeteilt, korrigieren aber immer wieder über das bereits Geschriebene des Anderen drüber. Mein Bruder schreibt etwas ausschweifender, ich manchmal etwas zu knapp. Am Ende treffen wir uns dadurch irgendwo in der Mitte.

Tom: Genau.
Clash of Races: Orks vs. Zwerge

Clash of Races: Orks vs. Zwerge

WW: Es gibt bereits bereits diverse „Orks“- wie auch „Zwergen“-Bücher. Warum ist eures besser, als die bisherigen?

T.S. Orgel: Ob es besser ist – diese Entscheidung überlassen wir mal lieber anderen. ;)
Es ist auf jeden Fall anders. Der “klassische” Erzählweg einer Geschichte sind “die Guten” gegen “die Bösen”. Also zum Beispiel der Zwergenheld oder die Heldengruppe gegen das angreifende Orkheer. Die Rollen und die Sympathieverteilung sind klar, selbst wenn sich glücklicherweise der eine oder andere Ork im modernen Fantasyroman nicht mehr ganz in die Kategorie “hirn- und grundlos böse” einsortieren lässt.

Wir erzählen die Geschichte anders. Es gibt die Aussage, dass ein guter Antagonist, also Gegenspieler der Helden, im Grunde der Held in seiner eigenen Geschichte ist. Genau das nutzen wir: Der Leser begleitet Protagonisten auf beiden Seiten des Konfliktes. Beide Seiten sehen sich im Recht in diesem Krieg und beide begegnen den anderen mit all den Vorurteilen und dem Unverständnis der anderen Kultur, wie sie in Kriegen nun mal üblich sind.
Und wer wäre dafür geeigneter als diese zwei Völker – das eine wild, unzivilisiert, chaotisch und kurzlebig, das andere geradlinig, ordnungsliebend, diszipliniert und langlebig. Noch dazu beide kriegserfahren. Und sind wir mal ehrlich – das sollte natürlich kein Bildungsroman werden. Wir wollten eine Geschichte zwischen zwei handfesten Völkern, die gern raufen, trinken, pöbeln und zu rauem Humor neigen. Damit es eben auch ordentlich kracht und nicht zu zivilisiert und hochphilosophisch zugeht.
Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, die Protagonisten beider Seiten verständlich und sympathisch zu machen. Letzteres bei einigen halt in gewissen Grenzen. Wer tatsächlich Recht in dieser Geschichte hat und wie das Ganze ausgeht werden wir jetzt natürlich noch nicht verraten.

WW: Ist dieses Werk jetzt Auftakt einer „Clash of Races“-Serie von Heyne? Werdet ihr weitere Bücher dieser Art schreiben?

Stephan: Ob unser Buch der Auftakt einer ganzen Serie wird, kann Dir vermutlich nur Heyne selbst beantworten. Es kommt sicherlich stark darauf an, ob den Völkerfans die Idee gefällt. Genügend gemeine Kombinationen gäbe es ja. Und wir hätten auch noch eine ganze Menge Ideen, wie sich unsere Orks und Zwerge gegenseitig das Leben zur Hölle machen könnten.

Vincent Voss im Gespräch

Autor Vincent Voss war schon fast alles: Student, Pflegehelfer einer akutpsychiatrischen Einrichtung, Qualitätsmanager, Bodyguard, Call-Center-Agent, Tankwart, Fotografen-Assistent und Bestatter … ideale Voraussetzungen für das Schreiben von Horror-Romanen (vgl. Biographie Stephen King). Vincents aktuelles Werk trägt den merkwürdigen Titel “172,3″. Was es damit auf sich hat, verrät er hier im Gespräch mit Wortwellen …

Vincent Voss - bald eine gewichtige Stimme im dt. Horror-Geschäft

Vincent Voss – bald eine gewichtige Stimme im dt. Horror-Geschäft

WW: Dein Roman „172,3“ erscheint in diesen Tagen im Luzifer-Verlag (Leseprobe). Ein recht ungewöhnlicher Titel. Kannst du uns verraten, um was es in deinem Buch geht und was es mit dem Titel auf sich hat?

VV: „172,3“ Kilogramm bringt Viktor Vogel auf die Waage, als er beschließt, wirklich abnehmen zu wollen. Mit einem feierlichen Schwur besiegelt er sein Vorhaben unfreiwillig mit seinem Blut an einem Ort, an dem vormals Menschen „Etwas“ vergraben haben, das nun wieder erwacht. Viktor nimmt erfolgreich ab, bemerkt aber, dass ihm seidem etwas auf Schritt und Tritt folgt, ihm näher kommt und er sich in seinem Wesen sozusagen abnehmend zunehmend verändert. Er wird aufbrausend, aggressiv und geht Konflikten nicht mehr aus dem Weg, sondern sucht sie sogar. Allerdings stellt er schnell fest, dass er und seine Familie bedroht werden und ehe er den Kampf gegen diese Bedrohung aufnehmen kann, muss er herausfinden, um was es sich genau handelt. Ich selbst lese gerne subtile, dunkle Fantastik und hoffe mit „172,3“ einen stimmungsvollen Gruselroman abgeliefert zu haben. Zumindest wurde es mir beim Schreiben manchmal unheimlich und das deute ich mal als gutes Zeichen oder böses Omen, wie man will.

WW: Wie bist du auf die Idee zu dieser Story gekommen?

VV: … klar, beim Abnehmen! Wir hatten mit unserer damaligen Band eine kleine Tour geplant und ich wollte mich als Frontmann fit machen. Gleichzeitig sind wir auf das Land gezogen und für mich als Städter, der vorher mitten auf dem Kiez in Hamburg gelebt hatte, war diese anfängliche Stille unheimlich. Am Rande unseres Gartens steht ein kleines Wäldchen und ich habe über das Abnehmen in unserem Bandforum ein abgedrehtes Tagebuch geführt, in dem ich der Frage nachgegangen bin, was mit dem verlorengegangen Gewicht eigentlich passiert. Tja, was soll ich sagen. Das beschriebene Wesen wurde jedes Mal Kraft meiner Vorstellung belebt. Immer dann, wenn ich allein im Haus war und der Wind durch die Fichten und Tannen brauste. Ich glaube, als Autor bringt man immer die stärksten Impressionen zu Papier, das war wohl so eine!

WW: Es ist nicht leicht einen Verlag zu finden, vor allem wenn es um Horror geht tun sich plötzlich Gräben auf. Wie hat sich die Zusammenarbeit mit dem Luzifer-Verlag entwickelt?

VV: Sehr, sehr gut! Ich habe mein Manuskript einer Handvoll Verlagen angeboten und mich dann für den LUZIFER-Verlag entschieden. Klar, am Anfang war ich etwas skeptisch, weil der Verlag neu gegründet wurde und ich nicht wusste, auf was ich mich da einlasse. Aber die Zusammenarbeit mit Steffen Janssen ist wirklich toll. Über das Cover von Timo Kümmel habe ich mich wahnsinnig gefreut und die Bücher der Kolleginnen und Kollegen, die im LUZIFER-Verlag erschienen sind und noch kommen werden, habe ich alle gerne gelesen. Ganz oder fragmentarisch als Leseprobe. Aber klar, das Genre Horror hat es nicht leicht, daher gebührt allen Verlegern, die sich das trauen und damit erfolgreich sind, mein größter Respekt.

Der neue Roman  von Vincent Voss: "172,3"

Der neue Roman von Vincent Voss: “172,3″

WW: Du hast dieses Jahr zusammen mit einigen Bekannten den Blog „Die Loge“ ins Leben gerufen. Was war die Idee dahinter?

VV: Im Horror-Forum haben wir heiß und lang eine Diskussion über den Stand der deutschsprachigen, dunklen Fantastik geführt. Aus dieser Debatte entstand eine kleine Gruppe und in der haben wir alle Ideen gesammelt, wodurch sich dieses Genre stärken lassen könnte. Der Blog war dann unser erster gemeinsamer Schritt. Hier wollen wir eine Plattform für alle Aktivitäten und Akteure der Szene bieten, liebend gern Kräfte bündeln und bestehende Institutionen unterstützen und auf sie verweisen. Wenn wir hiermit Erfolg haben, denken wir über weitere Maßnahmen nach, um den Ruf des Genres attraktiver zu gestalten und es dann bekannter zu machen. Man sieht es ja häufig in seinem eigenen Freundeskreis: Die Bücher, die ich dort empfehle, werden gelesen und gemocht, sodass ich mich gewissermaßen als Buchdealer für besondere Literatur fühle. Nur von selbst hätten sie sich die Bücher nicht besorgt, weil sie nicht davon wussten. Das zu ändern, ist unser Wunsch.

WW: Wird die Horror-Literatur eine Renaissance erleben, so wie in den 80er und 90er Jahren, als Stephen King den Buchmarkt beherrschte?

VV: Nach wie vor beherrscht Stephen King ja das Genre. Das auch zu Recht und auch deutschsprachige Autoren profitieren von ihm, wie ich finde. Zumindest kann man ja heute in Buchläden nach „Horror“ fragen, ohne allzu schief angeschaut zu werden. Aber uns geht es ja um eine Belebung der deutschsprachigen Autorenschaft und ich bin da doch sehr zuversichtlich gestimmt, dass da bald einer kommt, der mal so ein epochales Werk raushaut, wie der Frank Schätzing es mit „Der Schwarm“ für die Science-Fiction geschafft hat, einfach weil es in meinen Augen so viele gute deutschsprachige Autoren in diesem Genre gibt. Dafür drücke ich allen Autoren die Daumen!

Ich höre auf …

Einkommenssteuererklärung - (c) Foto: Sven Teschke/Wikipedia

Einkommenssteuererklärung – (c) Foto: Sven Teschke/Wikipedia

… ja, jetzt ist es raus: – kein Scheiß – ich höre auf, am Manuskript von „Túatha Dé Danann“ weiterzuredigieren.
Und zwar für zirka eine Woche.*
Grund für die unerwartete Ablenkung in der entscheidenden Schlussphase (es betrifft genau genommen nur den zweiten Teil von TDD, der erste Teil ist bereits im Lektorat):
die Steuererklärung für nächstes Jahr.

Ich hasse das … arrgh!

* (Ich weiß, was ihr jetzt denkt: “Oh, Sean, du verdammter Bastard, für so eine wirklich lausige Info hast du so eine vollkommen überzogene Überschrift gewählt?” Tja, Leute – Pech gehabt! Ich habe mal wieder das miese Karöttchen-Prinzip verwendet! Muhahahar … ich werde es bestimmt eines Tages bereuen! Aber dieser Tag ist nicht heute!)

In solchen Augenblicken wünscht man sich in Österreich zu wohnen. Dort besteht das allgemeine Steuerformular angeblich aus einem 1-seitigen Dokument, das in wenigen Minuten ausgefüllt und unterschrieben ist.
Andererseits kann ich als Autor verdammt nochmal froh sein, Steuern auf Einkünfte zahlen zu können. Manch ein Kollege kämpft da schon mit ganz anderen Problemen … (siehe Stephan R. Bellem weiter unten).

Ab 2013 starte ich ein neues Projekt (wenn nichts dazwischen kommt):

"Joe and Craig" von Sean O'Connell  - ab 2013 im Handel

“Joe and Craig” von Sean O’Connell – ab 2013 im Handel

Es wird ein sehr umfangreiches Werk werden (umfangreicher als meine bisherigen Bücher, also 700+ Manuskriptseiten) und dennoch bin ich sehr zuversichtlich, dass im Laufe des nächsten Jahres (vermutlich ab Sommer) mit ersten „Ergebnissen“ zu rechnen ist. Also, haltet einfach mal die Augen offen. Auf Wortwellen wird es ohnehin rauf- und runtergebetet werden.

Ich habe bereits in den vergangenen Tagen, in Anbetracht der anstehenden Steuergeschichte, schon mal meine Bemühungen in Sachen TDD heruntergefahren und stattdessen mal vor langer Zeit begonnene Bücher zu Ende gelesen:

Stephen King - Der Anschlag

Stephen King – Der Anschlag

Stephen King – Der Anschlag. Vorsichtige Kaufempfehlung, weil a) u.a. Derry b) mal ganz anders c) coole Idee d) Schlussphase fast so hochwertig wie in alten Zeiten.
Gegen das Buch spricht nicht wirklich viel, denn es ist schlicht gut, aber im Mittelteil (ca. 700-800 Seiten) braucht man hin und wieder einen langen Atem. Es ist ein Wie-lebte-man-in-Amerika-in-den-Fünfziger-Jahren-Roman, der nicht wirklich ins Stephen-King-Universum passt. **** of *****

Stephan R. Bellem - Ü30

Stephan R. Bellem – Ü30

Stephan R. Bellem – Ü30 – und immer noch Pickel. Das ist nicht der übliche Bellem, VORSICHT!, kein Fantasy, sondern (leider schreckliche) Realität. Stephan nennt das Werk eine Live-Biographe (mit regelmäßig folgenden Updates). Eine gnadenlose Offenlegung seines aus dem Ruder laufenden Lebens: tragisch, komisch, bitter, unterhaltsam und schonungslos offen. Ein regelrechter Pageturner der besonderen Klasse (für Voyeure aller Art). Auch wenn ich nicht weiß, ob Stephan sich hiermit einen Gefallen tut, von mir gibt es dennoch *****Punkte.

Jeff VanderMeer - Stadt der Heiligen und Verrückten

Jeff VanderMeer – Stadt der Heiligen und Verrückten

Jeff VanderMeer – Stadt der Heiligen & Verrückten. Scheiße, ich fand meine „Tír na nÓg“-Idee eigentlich echt abgefahren. Jeffs Geschichtensammlung ist aber ungelogen um Klassen besser! China Mieville steht derzeit arg in der Kritik, gemachte Versprechen nicht einzulösen, Jeff VanderMeer aber nicht —> DER Mann des “New Weird”!
Wer dieses Werk nicht kennt, MUSS es lesen! Unbedingt! Ein Buch wie schwerer Rotwein. Zuviel auf einmal haut dich um. Deshalb langsam genießen! *****

Kurzgeschichte: Versuche (wenn die Arbeit an „Túatha Dé Danann“ es zulässt) im Sommerurlaub eine neue Kurzgeschichte zu schreiben. Für eine – wie ich denke – tolle Anthologie … weiß aber noch nicht, ob mir das zeitlich gelingt.

Prometheus: nach dem neuen Launch-Trailer zu Ridley Scotts neuem Film, gibt es heute bereits ein weiteres Featurette. Bitte schön:

Welttag des Buches

Welttag des Buches

Welttag des Buches. Susanne und ich sind richtig stolz: wir haben schon rund 45 der 60 Bücher (jeder hat 30 Stück bekommen) verschenken können und morgen geht nochmals ein Schwung raus. Die Empfänger haben sich alle riesig gefreut. Einziger Wermutstropfen: wer ohnehin nicht liest, hat das Geschenk gar nicht erst angenommen. Schade.

Die volle Karte …

Damit ihr ganz im Bilde seid … die volle Karte (Nord- und Südland). Mehr gibt es nicht.

Nordland ...

Nordland ...

... und Südland.

... und Südland.

“The Casual Vacancy”: J. K. Rowlings erster Post-Potter-Roman erscheint im September weltweit

JK Rowling (c) Sjhill, Wikipedia

JK Rowling (c) Sjhill, Wikipedia


Den 27. September sollte man sich schon mal im Kalender rot anstreichen. Das ist nämlich der Tag, an dem J. K. Rowling ihren ersten Post-Potter-Roman veröffentlichen wird (und zwar weltweit!).
Laut welt.de wird das Buch, das den Titel “The Casual Vacancy” trägt, in gebundener Form, als Taschenbuch und als eBook erscheinen.
Auf ihrer Homepage schreibt die 46jährige Autorin zur Story: als Barry Fairweather überraschenderweise stirbt, fällt die kleine Stadt Pagford in einen Schockzustand. Reiche gegen Arme, Teenager gegen Eltern, Frauen gegen ihre Männer – in Pagford ist nichts so wie es scheint.

Ein Stück Südland …

… gibt es heute. Die finale Karte (ohne Text) ist eingescannt und wird nun weiter bearbeitet. Hier ein kurzer Ausschnitt:

Die Karte von Südland - Ausschnitt mit Sternenheim

Die Karte von Südland - Ausschnitt mit Sternenheim

PHANTAST – Das Jahrbuch ist da

PHANTAST - Das Jahrbuch 2011

PHANTAST - Das Jahrbuch 2011

Habe ich schon mal gesagt, dass ich Fanzines liebe? Nein? Gut, dann tue ich es hiermit. Doch Dank moderner DTP- und Drucktechnik ist die Grenze zwischen “Fan”-zine und “Maga”-zine ohnehin längst verwischt und vielleicht sollte ich eigentlich nur noch von Magazinen sprechen. So ist das auch beim PHANTAST-Jahrbuch, das neben seinen bisherigen .pdf-Ausgaben nun auch eine sehr hochwertige Printausgabe erhalten hat (quasi als Zusammenfassung der bisherigen Ausgaben und einigen Ergänzungen). Read the rest of this entry

Endlich: der neue Norfolk kommt

Habe ich lange warten müssen? Na ja, es waren nur 11 Jahre. Weiter nichts. Aber jetzt kommt er tatsächlich: der neue Roman von Lawrence Norfolk. Titel: John Saturnall’s Feast.

Lawrence Norfolk - John Saturnall's Feast

Lawrence Norfolk - John Saturnall's Feast

Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von John Sandall, der im Jahr 1625, gemeinsam mit seiner Mutter Zuflucht im Wald von Buccla’s Wood sucht. Dort erzählt sie ihm die über Generationen tradierte Geschichte eines uralten Festmals, das aus den Seiten eines Buches heraus entsteht. Nach dem Tod seiner Mutter geht das Buch in Johns Besitz über. In Buckland Manor wird er schließlich Küchenjunge und steigt alsbald in der Hierachie der Großküche nach oben.
Als die Tochter des Hauses eines Tages die Aufnahme von Nahrung verweigert, ist es an John das fastende Mädchen in Versuchung zu führen …

Das Buch erscheint bei Bloomsbury Publishing am 13. September. Deutscher Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt.

Das Schicksal der Welt kam mit dem Postboten

“Dicke Eier” – lautete eine der Ostergrüße, die ich heute vernommen habe. Ein “dickes Päckchen” … war das, was der Postbote heute brachte. ;-)

"Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt" ist eingetroffen

"Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt" ist eingetroffen

Cornelis kommt mit dem Osterhasi!?

Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt

Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt

Gerade eine Mail vom Verlag bekommen: “Tír na nÓg -Das Schicksal der Welt” ist ab sofort im Handel und sollte bei allen Internetversendern (wo das Buch auch gelistet ist) lieferbar sein (KEINE GARANTIE meinerseits!). Read the rest of this entry

Túatha Dé Danann: Das Arbeitscover

Nicht die finale Version, aber so oder ähnlich wird das Cover von “Túatha Dé Danann” aussehen … (weiterlesen…)

TNN – Das Schicksal der Welt: eine Leseprobe

"Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt": Leseprobe

"Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt": Leseprobe

Ich mach’s kurz: Schweiß auf der Stirn, flauer Magen – das kann noch was werden. Aus diesem Grund habe ich den Rotwein in der Flasche gelassen und nippe nun am Fencheltee. Zehn Minuten noch, dann gehe ich ins Bett.
Für euch gibt es aber noch eine Leseprobe aus “Tír na nÓg – Das Schicksal der Welt”.

Das Cover ist da!

Das Cover: "Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt"

Das Cover: "Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt"

Der Romantext ist gesetzt (und freigegeben) und das finale Cover ist eingetroffen (der Klappentext ändert sich aber vermutlich noch einmal) – jetzt dauert es nicht mehr lange und der zweite und letzte Teil von “Tír na nÓg” geht in Druck.

Cornelis und Co. kehren zurück mit vier Veröffentlichungen in 2012

Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt

Tír na nÓg - Das Schicksal der Welt

So, jetzt lasse ich mal die Katze aus dem Sack (auch wenn es eigentlich noch nicht ganz spruchreif ist):
2012 wird es ein richtiges Feuerwerk mit Cornelis und Co. geben. Gleich vier(!) Publikationen werden die Abenteuer des jungen Archivars aus Bandahui fortsetzen.

Und hier ist der (vorläufige) Fahrplan:

April 2012: “Tír na nÓg – Das Schicksal der Welt” erscheint im ACABUS-Verlag
Juli 2012: “Túatha Dé Danann – Sternenheim” erscheint im ACABUS-Verlag
August/September: “Túatha Dé Danann” erscheint im ACTION-Verlag als Hörbuch (und beinhaltet Sternenheim sowie Nekropolis)
Oktober 2012: “Túatha Dé Danann – Nekropolis” erscheint im ACABUS-Verlag

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Rowling schreibt Buch für Erwachsene

J. K. Rowling - The New Book

J. K. Rowling - The New Book

J.K. Rowling meldet sich, nach gefühlten Jahrzehnten ohne neues Werk, wieder in der literarischen Welt der Bücher zurück!
Obwohl sie nach eigenem Bekunden das Schreiben der Potter-Bücher über alles genossen habe, werde sie sich nun aber einer ganz neuen Serie zuwenden. Einer Serie, die sich vor allem an Erwachsene wendet. “Die Freiheit, ein neues Territorium erforschen zu dürfen, ist ein Geschenk, das Harrys Erfolg mir bietet”, erklärt die Autoren. In Folge war der Wechsel zu einem neuen Verleger (Little, Brown) nur ein logischer Schritt.

JK Rowling (c) Sjhill, Wikipedia

JK Rowling (c) Sjhill, Wikipedia

Wie das neue Werk heißen und wann es in den Handel kommen soll, ist noch nicht bekannt. Aber ich würde mal behaupten, 2012 wäre doch ein naheliegender und durchaus vorstellbarer Termin. ;-)
(via: Hollywoodreporter)

UPDATE:

Die Startseite von J. K. Rowling weist 2012 als Erscheinungsjahr aus … und der Guardian glaubt zu wissen, dass der neue Roman nicht nur für Erwachsene ist, sondern auch in einem anderen Genre beheimatet ist. Aufgrund der Tatsache, dass ihr neuer Lektor David Shelly heißt, sei – lt. Guardian – davon auszugehen, dass es sich diesmal um einen Krimi handelt. (via Guardian)

Voll eingewickelt – EVOLVER macht Mumienanthologie

Alles dreht sich um Mumien in der EVOLVER-Anthologie. (Foto: Joadl/Wikipedia)

Alles dreht sich um Mumien in der EVOLVER-Anthologie. (Foto: Joadl/Wikipedia)

Eigentlich hatte ich schon immer schon den Eindruck, dass Österreicher etwas morbider sind als der Rest der Welt (oder gilt das nur für Wien und die Wiener?)
Nun ja, hier ist der Beweis: Österreichs Pulp-Mag-Nr.1 im Netz, der EVOLVER, will nach einer Zombie-Anthologie nun die Ausgrenzung der bandagierten Pharaonen, Magiern und Prinzessinnen beenden und ihnen wieder zu ihrem Recht
verhelfen. Gesucht werden also Mumien-Kurzgeschichten.
EVOLVER O-Ton: “Die Story kann an den klassischen Mumien-Schauplätzen wie Ägypten oder Südamerika handeln, sich in europäische Katakomben zu luftgetrockneten Leichen begeben oder exotischere Mumifizierungsmethoden zum Thema haben. Und natürlich darf sie sich auch in heimischen Gefilden abspielen, vom Wiener Stephansplatz über die Schweizer Berge bis hin zur Berliner Museumsinsel. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt … weder geographisch noch inhaltlich. Ihre Mumie kann als Protagonist der Geschichte auftreten, als grauenhafter Gegenspieler durch finstere Gänge schleichen oder einfach nur Aufhänger für einen ganz anderen Plot sein. Nur beim Genre setzen wir Ihnen Grenzen: Horror soll es schon sein, in seiner ganzen Bandbreite, von der gepflegten Gespenstergeschichte bis zum grauslichen Gore.”

Die formalen Anforderungen:

* nicht mehr als 10 Seiten Länge
* 1,5-zeilig
* OpenDocument oder Word-Dateien
* Arial (oder Artverwandtes)
* 12-Punkt-Schrift
* keine Hieroglyphen

Das ganze geht an:

Literaturwettbewerb@evolver.at
im Betreff sollte der Name sowie das Wort “Mumie” stehen.

Der Beitrag mit der Bestnote wird in Kombination mit einem Porträt des
Siegers und einem Interview im EVOLVER veröffentlicht.

ALLE DETAILS zur Auschreibung gibt es direkt bei EVOLVER.

Write, collaborate, publish – neues aus dem eBook-Universum

Booktype - die Revolution des digitalen Bookpublishings?

Booktype - die Revolution des digitalen Bookpublishings?

Das digitale Selfpublishing nimmt eine neue Hürde. Das könnte ein Schock für traditionelle Autoren und Verlage sein (die naiverweise immer noch fest daran glauben, dass das gedruckte Werk (und zwar ausschließlich das gedruckte Werk!) das einzig wahre, seligmachende Produkt im Literaturbereich ist, und dass das eBook (pfui Teufel!) höchstens eine weitere temporäre Sau im beschaulichen Dorf der Literaten sein darf. Eine Sau, die zunächst brav hindurchgetrieben, aber dann – zack, zack! – ins Nirvana der Belanglosigkeiten abreiten muss).
Kann es sein, dass es so nicht kommen wird?
Kann es sein, dass das Wunschdenken Ewiggestriger ist?
Wie auch immer (ich bin zwar ein Liebhaber gedruckter Werke – wegen der Haptik und dem Geruch des Papiers!) – aber the times they are a changin …

Booktype -  ein einfaches Interface trennt zwischen Manuskipt und Buch.

Booktype - ein einfaches Interface trennt zwischen Manuskipt und Buch.

Sourcefabric heißt jedenfalls eine neugegründete Plattform, die geradezu Revolutionäres verspricht: eine Software (eine Open Source Plattform) mit Namen Booktype, die eine professionelle Formatierung für Druck, Amazon-eBook, iBook (und für sämtliche andere eBook-Reader) anbietet. Das Manuskript einfach über Webmaske hochladen, über ein einfaches Interface formatieren und dann …? :-)
Dann geht die “Luzzi” ab …!
Check it out.

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Jetzt fix: “Túatha Dé Danann”-Deal mit ACABUS

Túatha Dé Danann

Túatha Dé Danann

Nach der Action-Verlag-Zusage für “Túatha Dé Danann”, ist nun auch der Deal Read the rest of this entry

Gemeinschaftsproduktion abgeschlossen

Sean und Susanne O'Connell

Sean und Susanne O'Connell

 

Manchmal gibt man sich wirklich die Kante: zwischen all dem Chaos den “Tír na nÓg” (Print) und “Túatha Dé Danann” (Hörbuch) gerade verursachen, habe ich zusammen mit Susanne unsere erste gemeinsame Kurzgeschichte  “Eine notwenige Sache” abgeschlossen. Meine Frau hat sie liebevoll digital vertütet und an den Empfänger (FictionFantasy) abgeschickt. Erscheinen wird sie im Phantast-Jahrbuch 2012. Prost, Mahlzeit!

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