Eva Mehrbrey im Gespräch


Eva Mehrbrey
Eva Mehrbrey

WW: „Die Herrin der Drachen“ (erschienen im Spielberg-Verlag) ist der Auftakt zu einem
vierbändigen Fantasywerk. Der erste Band hat 488 Seiten. Wie schaffst du es, neben Familie
und Arbeit solche Werke zu schaffen? Wie sieht der Fahrplan für die anderen Bände aus?

EM: Ja, das kann schon manchmal eine Herausforderung sein. Da tagsüber vor allem mein Job und mein Sohn meine Zeit beanspruchen, schreibe ich meistens am Abend. Daher dauert es jetzt
ein wenig länger, bis ein Buch fertig ist als zu Zeiten, in denen ich noch keine Familie hatte.
Das würde ich aber natürlich nie eintauschen wollen. Der zweite Band ist schon so gut wie
vollendet und wartet noch das Korrekturlesen ab, am dritten Band schreibe ich gerade.

WW: Kannst du kurz einen Abriss geben, um was es in der Geschichte geht?

EM: „Die Herrin der Drachen“ ist eigentlich eine klassische High-Fantasy-Geschichte. (Und hat
rein gar nichts mit „Herr der Ringe“ zu tun, was manchmal vermutet wird.) Im Mittelpunkt
der Erzählung steht Aruna, eine junge Kriegerin, in der die Seele einer mythischen Gestalt,
der Herrin der Drachen, wiedergeboren wird. Das verleiht ihr die Gabe, Drachen allein durch
die Macht ihres Geistes zu beherrschen. Aber es ist auch so, als würden zwei Personen in
ihrem Inneren leben – die sich nur selten einig sind. Mit der Hilfe einiger guter Freunde macht
Aruna sich auf den Weg, um das sagenumwobene Schwert zu finden, das die Herrin der
Drachen einst besaß – eine abenteuerliche und gefährliche Reise durch die tiefen Wälder, die
großen Städte und die rauen Berge der Welt Sildar. Das ist die äußere Handlung. Die innere –
und vielleicht noch wichtigere – Handlung betrifft Arunas Herz und Seele. Ihre Zerrissenheit
und wie sie mit diesem anderen Ich klarkommt, das nun ungefragt auch Teil von ihr ist. In
gewisser Weise sucht sie auch nach dem Guten in sich selbst.

WW: „Die Herrin der Drachen“ ist dein Erstlingswerk, wie aufwändig war es, einen Verlag zu
finden?

EM: Es war bei mir überraschend unkompliziert. Zuerst hatte ich den Fehler gemacht, es bei den
großen Verlagen auf eigene Faust zu versuchen. Doch ohne eine Literaturagentur kommt man
da nicht weit. Das wurde mir schnell klar und ich habe es bei ein paar kleineren, regionalen
Verlagen versucht. Dann kam recht bald der Vertrag mit dem Spielberg Verlag zustande. Ich
hatte da aber auch eine gute Portion Glück, es geht leider nicht immer so schnell.

Die Herrin der Drachen
Die Herrin der Drachen