Feenfeuer sagt: so muss Phantastik sein


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Trudelte gerade herein: eine sehr positive Kurzkritik zu meiner Kurzgeschichte „Die zehnte Inkarnation Vishnus“ drüben bei Feenfeuer:

Der Weltuntergang beginnt am 06.03.2022 in Kasachstan. Vishnuyasas blauhäutiger Avatar Kalki fährt, mit flammenden Schwert und auf auf einem weißen Ross thronend, vom Himmel herab. Per Free-3D-Googlecams verfolgen Streamer und alle anderen Menschen, des informationstechnologisch hochgerüsteten Zeitalters, den Vernichtungsfeldzug der hinduistischen Manifestation. Die Welt ist geschockt. Die Streamer schalten neue Server frei, um die Übertragung des Ereignisses zu gewährleisten. Kasachstan wird vernichten, anschliessend die Mongolei und China. Das Zeitalter der Menschen hat sein Ende gefunden…

Seit Tír na nÓg hat Sean O’Connell den Ruf eines Crossover-Phantasten weg und auch in dieser Kurzgeschichte kombiniert er wieder Elemente, die auf den ersten Blick überhaupt keine gemeinsame Schnittstelle aufweisen. Hinduistische Mythologie trifft auf ein hochmodernes Informationszeitalter und stellt eine Art faszinierend absurder Urban Fantasy oder schlichtweg höchst individueller Phantastik dar. Wenn in Italien ein Silvio B. aus einem Seniorenbordell gekrochen kommt und der Petersdom den Heiligen Vater unter sich begräbt, während der Sohn Vishnus der Menscheit den Garus macht, ist dies ein Garant für abgedrehten Lesespass, der besonderen Art. Mit Witz, Ideenreichtum und Genialität liegt hier eine schlichtweg einmalige Geschichte vor. So muss Phantastik sein.

Anmerkung meinerseits: die Wangen werden jetzt rot – womit bitte habe ich das verdient? Allerbesten Dank auch 😉