Erster Textauszug aus „Túatha Dé Danann“


Ich bin immer noch am einarbeiten der einzelnen Kapitel in das Gesamtdokument, das irgendwann den Namen „Túatha Dé Danann“ tragen wird. Ich habe mich schrecklich im Zeitplan geirrt. Bis 31.12.2010 wollte ich 22 Kapitel eingepflegt haben, ich bin heute, 3. Januar 2011, gerade mal bei Kapitel 18. Schönen Dank auch! Jetzt wird’s ein bißchen eng mit dem Zeitplan des neuen Jahres. Hoffe trotzdem, alle mir selbst gesetzten Ziele halten zu können.
Dafür gibt es hier den allerersten Ausschnitt aus der Fortsetzung von „Tír na nÓg“ – ein kleines Appetithäppchen sozusagen . . . 🙂

Túatha Dé Danann on Facebook
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Er beobachtete die partikeldurchtränkten Lichtfinger der Sonne, die in verschiedenen Helligkeitsabstufungen durch die stillen Straßen irrlichterten und sich langsam von ihm entfernten, als würde eine unsichtbare Dünung sie forttreiben. Er sah sich um. Vor ihm befand sich ein weitläufiger Platz, verloren, alt, rankenüberwuchert und vermutlich seit der großen Katastrophe vor fünfhundert Jahren vollkommen verlassen; ein Gefühl von Verfall und Vergänglichkeit stieg in ihm empor, eine eingebildete Erinnerung an eine Stadt, die bereits im Moment ihrer Entstehung dem Tode geweiht war. Die Gedanken verpufften, wichen einem Nichts, während die Sonne ihm die Tränen in die Augen trieb. Es war ein friedliches Bild: Ein riesiger, scheinbar endlos hoher Backsteinturm, umrankt von dichten grünen Blättern, zerschnitt den blauen Himmel, ragte kerzengerade in die Höhe und sein dunkler langer Schatten fiel nach Osten.

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2 Kommentare

  1. Lars sagt:

    Hey Sean,

    der Auszug birgt zwar tatsächlich keine Hinweise zur Story, allerdings gibt er einen tollen Einblick in deinen Stil – sehr bildhaft und detailreich, eine Sprache, die wunderbar zu deiner Geschichte passt.

  2. sean67 sagt:

    Zwei kurze Anmerkungen zu diesem Textauszug:

    1) Ich bin in der frühen Endphase des Werks – der Text kann sich noch ändern, nach einem Lektorat sogar rausfliegen. Wundert euch also nicht, falls dieser Textauszug nicht im Werk erscheinen sollte.

    2) Der Textausschnitt ist nichtssagend. Ich gebe es zu. Aber ich werde auf gar keinen Fall zum jetzigen Zeitpunkt (wenn überhaupt) einen relevanten Auszug veröffentlichen, ohne Rücksprache mit dem/den Verlag(en) gehalten zu haben.

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