Michael S. V. Preis im Gespräch #1


Ethendi - Die Runenklinge
Ethendi - Die Runenklinge

Der Mann hat Stress – ständig. Sein Name ist Michael S. V. Preis und ist Inhaber einer Werbeagentur in Düsseldorf. Aber da ihn sein Job offensichtlich nicht ausfüllt, schreibt er zudem voluminöse Fantasyromane. Sein Erstling „Ethendi“ ist dieser Tage im Action-Verlag (als Printausgabe) erschienen. Grund genug für ein ausführliches Gespräch . . .

Michael S. V. Preis - Autor von "Ethendi"
Michael S. V. Preis - Autor von "Ethendi"

WW: Ethendi erscheint im August 2011 als Buchausgabe im Action-Verlag. War nicht ursprünglich 2010 als Verkaufstermin anvisiert? Wie geht man als Autor mit diesen langen Zeitspannen um, in denen die Produktion des eigenen Werks scheinbar unendlich langsam voranzukriechen scheint?

MP: Ja, das stimmt. Ursprünglich war 2010 angepeilt. Wobei ich zugeben muss, dass es mir gar nicht so lang vorkam. Ganz im Gegenteil, immer wenn ein neuer Veröffentlichungstermin ins Auge gefasst wurde, wirkte die Zeitspanne für Überarbeitungen und Korrekturen absolut ausreichend. Doch sobald diese Phase voranschritt und der Termin immer näher rückte, wurde einem schmerzlich bewusst, dass es verdammt eng werden würde. Insofern bewundere ich eher den Durchhaltewillen meiner Fan-Gemeinschaft, die trotz häufiger Verschiebungen immer noch hinter mir steht.

WW: Ethendi verspricht epische Fantasy. Kannst du den Lesern von Wortwellen etwas über die Handlung verraten?

MP: Epische Fantasy. Das klingt klasse! Dann hoffe ich, dass ich einem derart starken Wort auch gerecht werden kann. Aber im Ernst. Die Geschichte in meinem Roman, behandelt verschiedenste Themen. Eine wichtige Frage des Buches dreht sich um den Umgang mit Macht. Wie weit darf jemand gehen, der Macht besitzt? Und darf man eine Kraft benutzen, die man selbst nicht begreift? Wie schwer ist es zu verzeihen?
Eingebettet sind diese Fragen in eine klassische Fantasy-Geschichte. Dabei war es mir wichtig etwas eigenes zu erschaffen. Eigene Völker, eigene Gebräuche, Sprachen und Schriften. Das heißt Orcs und Elben wird der Leser vergeblich suchen.
Im Verlauf des Buchs sind sowohl Aktion und Spannung, aber auch eine zarte Liebesgeschichte treibende Kraft der Erzählung. So erzähle ich von den Macht- und Liebeserlebnissen eines heranwachsenden Mannes. Beschreibe seine Ängste und Sorgen und nehme den Leser mit in eine Spirale aus Gier, Verrat und verblendetem Hass. Und dem Versuch einen Weg aus diesem Sog zu finden.

WW: Der Action-Verlag ist deutschlandweit als eigenwilliger, neuer Hörbuchverlag bekannt, warum produziert er ausgerechnet im Fall von Ethendi eine Printausgabe?

MP: Ich würde gerne sagen, dass es einzig an meinem Roman lag und der Verlag nicht anders konnte als auch eine Printausgabe herauszubringen. Allerdings schaut die Wirklichkeit einwenig ernüchternder aus. Ich hatte schlicht und ergreifend viel Glück. Zur richtigen Zeit an die richtige Person geraten. Zu dem Zeitpunkt, als der Vertrag zwischen dem ACTIONVERLAG und mir entstanden ist, war noch gar nicht genau klar, wohin sich der Verlag einmal entwickeln würde. Dass er mittlerweile seinen Schwerpunkt auf den Bereich Hörbücher gelegt hat, war da noch überhaupt nicht festgelegt. Doch das Engagement, das der Verlag auch beim Lektorat und der Buchproduktion an den Tag legte, zeigt mir, dass der Glaube an eine Printausgabe nicht verloren gegangen ist.

WW: Wie kam es zu den Verzögerungen bei der Hörbuchproduktion?

Eine wirkliche Verzögerung gab es eigentlich nicht. Es verhielt sich ähnlich wie mit der Printausgabe. Mir war es generell wichtig erst ein Printprodukt auf den Markt zu bringen. Aus dem Grund mussten die Korrekturen und das Lektorat erst beendet werden, bevor die Hörbuchvariante eingesprochen werden kann. Derzeit ist der Verlag auf der Suche nach einem passenden Sprecher.

Ethendi: Artdesign
Ethendi: Artdesign

Teil 2 des Interviews folgt in Kürze . . .

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