Alex Thomas im Gespräch #1


Lux Domini
Lux Domini

Alex Thomas ist das Pseudonym eines im Westen Londons lebenden Autorenehepaares. Sie (Alex) arbeitet seit über zwei Jahrzehnten im Buch- und Medienbetrieb. Er (Ian) forscht und lehrt als Professor im Bereich der Künstlichen Intelligenz an einer Londoner Universität. Besonders reizt das Paar der Grenzbereich von Wissenschaft, Religion und Menschheitsgeschichte, geheime Laboratorien, konspirative Machtzentren sowie die mystische Anziehungskraft alter Kathedralen. Mit dem Thriller „Lux Domini“ geben sie ihr Debüt (auch als eBook erhältlich).

WW: Wirft man einen Blick auf die Amazon-Bewertungen, wird „Lux Domini“, euer Romanerstling, von der Leserschaft ziemlich positiv aufgenommen.
Wie fühlt man sich da? Habt ihr schon die erste Sektflasche geköpft?

Ian: (lacht) Das nicht, aber wir freuen uns natürlich sehr, dass unser Debütroman „Lux Domini“ den Nerv etlicher Leser getroffen hat. Vor allem meiner Frau hat die Geschichte seit einigen Jahren auf der Seele gelegen, und deshalb ist es jetzt um so schöner zu sehen, wie unsere wagemutige Protagonistin Schwester Catherine Bell mehr und mehr Freunde findet. Ebenso freut es uns, dass auch Catherines Widersacher, Kardinal Ciban, seine Fans findet. Für etliche Leser ist er in seiner distanzierten Zwielichtigkeit so etwas wie der heimliche Held. Um Cibans Vergangenheit ranken sich in der Tat noch einige düstere Geheimnisse wie der Folgeroman offenbaren wird.

Alex Thomas - © Angelika Klein / Bildschön
Alex Thomas - © Angelika Klein / Bildschön

WW: Ihr schreibt beide unter dem Pseudonym „Alex Thomas“. Warum ein Pseudonym? Hat der gewählte Name eine besondere Bedeutung?

Alex: Zum einen brauchten wir allein schon aus beruflichen Gründen ein Pseudonym, damit unter anderem die wissenschaftlichen Publikationen meines Mannes und unser Romanschreiben getrennt voneinander bleiben. Dabei sollte das Pseudonym zu unserem Genre passen und geschlechtsneutral sein. Wir entwickelten das Pseudonym schließlich bei einem Brainstorming in München mit unserer Literaturagentin Lianne Kolf und unserer Agenturlektorin Ingeborg Castell. Es war mir wichtig, dass der Name „Thomas“ dabei als Nachname vorkam. „Thomas“ bedeutet „Zwilling, was gut zu uns als Autorenehepaar passt. Auch steht der Name „Thomas“ für den Zweifler, was unserem kritischen Denken sehr entgegenkommt. Inzwischen haben wir „Alex Thomas“ um „Ian Thomas“ ergänzt, damit man uns in Interviews wie diesem auseinanderhalten kann. Auch unter „Ian Thomas“ sollen einmal Romane erscheinen.

Ian: Das ist der Plan.

WW: Ein Ehepaar, das gemeinsam ein Buch schreibt, klingt eigentlich nach ziemlich viel Sprengstoff. Wie funktioniert das überhaupt, wo ihr doch vermutlich sehr unterschiedliche Vorstellungen von Figuren, Schauplätzen, Szenenablauf und Plot habt? Gibt es viele Diskussionen? Muss im Zweifelsfall irgendjemand nachgeben? Wer?

Ian: Der Sprengstoff hält sich in Grenzen. Unsere ersten Schreiberfahrungen haben wir im Sciencefiction-Fandom gemacht, zunächst jeder für sich alleine, dann gemeinsam. Gelernt haben wir dabei, dass es um die Geschichte geht, nicht darum, wer sich von uns beiden am stärksten durchsetzt. Die Geschichte soll der Sieger sein. So ist meine Frau die Hauptautorin, da mir neben meiner wissenschaftlichen Forschung, der Lehre und dem Publizieren wissenschaftlicher Texte ohnehin nicht die Zeit bleibt, mich voll auf ein Romanprojekt einzulassen. Als Koautor nehme ich daher die Position eines Lektors und Advocatus Diaboli ein, steuere Anregungen und Ideen bei. So ist Alex eine passionierte und vielseitig interessierte Sach- und Fachbuchleserin und findet hinter fast jedem Thema eine Story oder einen Clou. Wenn sie ein Thema packt, recherchiert sie und schreibt ein erstes Exposé.

Alex: Wir diskutieren dann über den Stoff und im Anschluss schreibe ich die erste Romanversion, wobei mein Mann – je nach beruflichem Zeitplan – nach dem ersten Drittel oder der ersten Romanhälfte schon mal reinliest, um ein erstes Feedback zu geben. Wenn der Roman dann so weit komplett ist, übernimmt er das Manuskript noch einmal, und wir sprechen darüber. Dann bin ich wieder am Werk. Das kann dann zwei bis drei Mal hin und her gehen, bis wir denken, dass die Geschichte für unsere konstruktiven Testleser (selber Autoren) interessant genug ist.

Interview TEIL 2

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