Juhuu: mit vollem Stillstand voran!


Sean O'Connell: meine unglücklich irisch englische Kindheit ;-)
Sean O'Connell: meine unglücklich irisch englische Kindheit 😉

Ich erinnere mich noch genau, früher, als Kind, da bin ich noch gerannt (oder fleißig Dreirad gefahren), heute, ja, heute krieche ich – nicht buchstäblich, aber dennoch: das Leben eines Autors besteht aus sooo vielen kleinen Schritten auf dem Weg zum fertigen Produkt, dass man es wirklich schon Kriechen nennen kann.

Da hilft kein Kaffee: per Rückwärtsgang zu den Sternen!
Da hilft kein Kaffee: per Rückwärtsgang zu den Sternen!


Dabei darf ich mich nicht beschweren, denn ich warte im Augenblick nicht auf Agenturen, Verleger oder Lektoren, sondern eigentlich NUR auf den AUTOR O’Connell („HALLO Mac Fly, Tock Tock, jemand zu Hause“). „Túatha Dé Danann“ hätte nämlich bereits im Sommer fertig sein sollen. Jetzt, mitten im Herbst, mit zwei versetzt laufenden Korrekturen gleichzeitig, schnecke ich immer noch kreuzlahm durch die Korrekturen (die erste von beiden ist aber immerhin nur noch 100 Seiten von dem Wort ENDE entfernt).

Trotz der derzeit nicht abstreitbaren Slow-Mo-Phase in meinem literarischen Leben, ging heute DENNOCH das Erste Kapitel (und ein Vorspiel) des zweiten Cornelis-Bandes per Mail an Christian Hanreich, den Hörbuchsprecher.

Hart, aber herzlich: "Tír na nÓg"-Sprecher Christian Hanreich trägt heute weiß . . .
Hart, aber herzlich: "Tír na nÓg"-Sprecher Christian Hanreich trägt heute weiß . . .

Juhuu – jetzt geht es los . . .

Von „Túatha Dé Danann“ wird man also in den nächsten Wochen etwas mehr hören. Nicht losgehen tut es jedoch für den „Gott des Zorns“ – mein quasi erster Versuch eines mehr oder minder Mainstreamromans (kein Cornelis-Abenteuer!). Es hat – um es kurz zu machen – einer von mir favorisierten Agentur nicht gefallen (und mir eigentlich im Nachhinein selbst auch nicht mehr).

Danach natürlich: Sinnkrise . . .

Atombombe
Atombombe

. . . aber zugegeben nur ganz kurz, denn schließlich lümmelt derzeit die Kurzgeschichtensammlung „Verloren im Intermundium“ (von Susanne und mir) auf Buch.de und Thalia.de seit über zwei Wochen in den Top Ten der SF & Fantasy-Titel. Heute dann auch noch der Top-Ten-Einstieg bei Bol.de (was natürlich nur eine reine Momentaufnahme ist, but anyway). Klasse, da ist doch ein Markt, sagte ich mir – auch ohne den krampfhaften Versuch einer idiotischen Mainstreamausrichtung.

"Verloren im Intermundium" erreicht auch bei BOL.de die Top Ten
"Verloren im Intermundium" erreicht auch bei BOL.de die Top Ten

Und vielleicht sollte man als Autor einfach nur seiner inneren Wahrheit folgen, denn angeblich sagte schon Gertrude Stein zu Ernest Hemingway: „Alles, was du tun musst, ist, einen wahren Satz zu schreiben. Schreib den wahrsten Satz, den du weißt.“

Ernest Hemingway 1918
Ernest Hemingway 1918

Mainstream bedeutet aber: Ruhm, Ehre, gewaltige Vorschüsse für ungeschriebene Werke, Andreas Eschbach sein!
Glaubt mir, ich will das alles auch (sogar Andreas Eschbach sein ;-)) – aber ich kann mich beim besten Willen nicht verbiegen. Geht nicht. (Außer, meine Frau sagt etwas anderes . . .)

Und deswegen musste „Gott des Zorns“ weichen und einem anderen Werk Platz machen, das (vielleicht!!) „Die Infinite Stadt“ heißen wird. Muss erst noch etwas brainstormen, demnächst jedenfalls mehr dazu.

Sonst noch was? Ach ja, Susanne und ich wurden dieser Tage gebeten, für eine im kommenden Sommer erscheinende Horroranthologie einen Beitrag zu leisten.
Was wir auch tun werden.
Und darauf freue ich mich schon so richtig . . .