Wohin dreht sich die Buchwelt 2013, Markus Heitz?


Gutenbergs Erben schreiten nicht geordnet, sondern taumeln geradezu ins digitale Zeitalter – auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse war allenthalben von ‚Krise‘ und ‚Ratlosigkeit‘ angesichts von Themen wie Urheberrechtsreform oder eBooks die Rede. Der Ausblick aufs kommende Jahr ist für die Branche ungewiss. Wird das gedruckte Papier (ja gar die Verlagswelt selbst) weiterbestehen oder durch neue Medien und neue Player ersetzt, werden gestandene Bestsellerautoren von unbedarften No-Names auf dem digitalen Marktplatz verdrängt? Was sind die Inhalte von morgen? Die Auguren des Feuilletons und des Börsenvereins finden im Kaffeesatz keine Antworten mehr auf diese Frage. Jetzt sollen die Macher selbst (Autoren, Verleger, Medienprofis, Herausgeber) hier auf Wortwellen zumindest ihrem (professionellen) Bauchgefühl Ausdruck verleihen und einen Blick in die Zukunft riskieren …

Die neue Interview-Reihe auf Wortwellen
Die neue Interview-Reihe auf Wortwellen

 

Heute: Markus Heitz, Autor Phantastischer und anderer Romane  

Markus Heitz - (Foto: N. Schuhmacher)
Markus Heitz – (Foto: N. Schuhmacher)

WW: Welche persönlichen Veränderungen erwartest du 2013 als Autor?

MH: Keine besonderen. Es darf gerne so bleiben. Man braucht ja noch Ziele für 2014.

WW: Worauf müssen sich die Verlage einstellen?

MH: Noch mehr illegale Downloads von eBooks. Es ist nicht aufzuhalten, wie uns die Musikindustrie bereits zeigte.

WW: Welche Chancen siehst du?

MH: Dass die Fantasy wieder einen Höhenflug erleben darf.

WW: Welche Gefahren siehst du?

MH: Dass das eBook überschätzt wird. Ein Medium, das in den nächsten Jahren sicherlich an Popularität gewinnen wird, aber aktuell gibt es kein Vorbeikommen am gedruckten Buch.
Und: das Warten auf den nächsten Trend. Lieber als Verlag mal selbst einen Trend auslösen, das wäre doch was.

WW: Welches Projekt willst du 2013 unbedingt realisieren?

MH: Alles schon passiert. Die Bücher für 2013 sind bereits geschrieben, und ich lasse das nächste Jahr entspannt auf mich zukommen.

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Über Markus Heitz:

Markus Heit wurde 1971 im Homburg geboren. 2003 erhielt er für ‚Die Dunkle Zeit 1 – Sachtten über Ulldart‘ den Deutschen Phantastik-Preis. Seinen Durchbruch als Autor feierte er mit ‚Die Zwerge‘.

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