Ist ‚Der Hobbit‘ ein Schuss in den Ofen?


Peter Jackson's Hobbit
Peter Jackson’s Hobbit

Der Hobbit: Gandalf und Radagast
Der Hobbit: Gandalf und Radagast

 

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Hobbit-Kalender zeigt Bilbo, Gandalf und die Zwerge - (c) by Warner Bros.
Hobbit-Kalender zeigt Bilbo, Gandalf und die Zwerge – (c) by Warner Bros.
Gandalf und Bilbo - Ausschnitt aus "Der Hobbit Teil 1"
Gandalf und Bilbo – Ausschnitt aus „Der Hobbit Teil 1“

Also, dreimal hintereinander Deutscher Meister werden, wow, das ist schon eine unglaubliche Leistung. Das gelang zuletzt allein dem FC Bayern zwischen 1972 und 1974. Für viermal hintereinander hat es (natürlich!) nicht gereicht. Analog zu diesem „Hattrick“ hat Peter Jackson mit der ‚Herr-der-Ringe‘-Trilogie zur Jahrtausendwende eine ähnlich geniale Leistung vollbracht (immerhin fuhr er damit insgesamt 17 Oskars ein. Das muss man erst mal nachmachen.)

Doch jede Siegessträhne hat bekanntlich ein Ende und wie beim FC Bayern ist auch bei Jackson nach dem dritten Erfolg Schluss – der Hobbit, der vierte und aktuellste Film aus Mittelerde, droht nach ersten Rezensionen sich zu einem Schuss in den Ofen entwickeln.

Während bei Rotten Tomatoes zwar noch die positive Stimmung der ersten (11) Reviewers mit +82% überwiegt (es scheint als würde niemand vordergründig dem Film schaden wollen), muss man sich die einzelnen Rezensionen (auch die positiven) genauer zur Brust nehmen. Zwischen den Zeilen werden erste Zweifel am Werk laut und bei Ain’t it cool News spricht Mr. Beaks es deutlich aus: „So please, Mr. Jackson, wrap this up, and get the hell out of Middle Earth. This is beginning to feel more like cartography than storytelling.“

Todd Gilchrist sagt, der Film sei schlichtweg zu lang: „[…] there is simply no need whatsoever for An Unexpected Journey to run two hours and forty minutes, no matter how much one loves J.R.R. Tolkien’s source material.“

Zu Tränen gelangweilt ist auch Rezensenst James Rocchi: „The Hobbit is all wigs and slapstick and head-lopping violence unsuitable for children—who are the only audience who won’t be bored to tears.“

Drew McWeeny erinnern darüber hinaus die Kampfszenen im ‚Hobbit‘ schlicht und einfach an Computerspiele: „‚Lord Of The Rings‘ always made the victories seem hard-won, while ‚The Hobbit‘ unfortunately makes them feel more like save points.“ Ingesamt kommt der Film bei McWeeny aber gut weg.

Germain Lussier von Slashfilm bemängelt vor allem das Timing an Peter Jacksons Werk: „Unfortunately, it’s treated with the more importance than the journey itself and 90 minutes into 160 minute movie, it doesn’t feel like the dwarves have gone anywhere.“

Edward Douglas von comingsoon.com kommt zu folgendem Ergebnis (und ja, es ist ein vernichtendes): „Offering very little we haven’t already seen and a horrible decision to use a frame rate that makes much of it unwatchable, this is less a faithful adaptation of Tolkien’s „The Hobbit“ as much as Jackson trying to recapture the magic of the „Lord of the Rings“ movies and failing miserably. In other words „An Unexpected Journey“ may as well be „The Phantom Menace“ and God help us all if the next two movies aren’t better than this one.“