Wo „Hanseapolis“ auf „Perry Rhodan“ trifft …


Der neue Perry Rhodan Roman von Leo Lukas (erscheint nächste Woche) verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Nicht weil er von Leo geschrieben wurde. Nein, die Ausgabe mit dem Titel „Angriff der Nanokrieger“ beinhaltet gleichzeitig die 34. Geschichte des Raumfrachters „Stellaris“, geschrieben von der SF-Autorin Miriam Pharo. Grund genug bei ihr nachzufragen, wie man als „Hanseapolis“-Autorin zum „Erben des Universums“ kommt. Selbst in kosmischen Maßstäben gerechnet, nicht unbedingt der nächste Weg.

Miriam Pharo
Miriam Pharo

WW: Miriam Pharo schreibt für Perry Rhodan. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Wie kam es dazu?

MP: Im Sommer 2012 erhielt ich eine Mail von Hartmut Kasper alias Wim Vandemaan, Team-Autor der PR-Heftserie und verantwortlicher Redakteur der STELLARIS-Reihe. Er fragte mich, ob ich Lust hätte, eine STELLARIS-Geschichte zu schreiben. Da ich bis dato noch nie Kontakt zu jemandem aus der PR-Redaktion gehabt hatte, kam die Anfrage für mich völlig unerwartet. Ich habe mich sehr geschmeichelt gefühlt und sofort Ja gesagt.

WW: „Stellaris“ Nr. 34 erscheint am 8. Februar in Perry Rhodan Band 2686. Nervös?

MP: Nicht im Vorfeld, aber sobald etwas von mir veröffentlicht wird, dann schon. In dem Fall wird sich, glaube ich, die Nervosität in Grenzen halten, einfach weil ich die PR Leser nicht kenne und daher auch nicht einschätzen kann. Weitaus nervöser bin ich, wenn ich etwas für meine Stammleser veröffentliche. Aktuelles Beispiel: Bd 3 von ISAR 2066, der heute erschienen ist. Die Leser haben bestimmte Erwartungen und die möchte ich unbedingt erfüllen. Enttäuschte Fans sind der Horror. Die PR Leser kennen mich nicht, werden also keinerlei Erwartungen haben, insofern bin ich relativ entspannt. Ich habe mein Bestes gegeben. Die einen werden es mögen, die anderen nicht.

Perry Rhodan - Angriff der Nanokrieger
Perry Rhodan – Angriff der Nanokrieger

WW: Geht man eine Geschichte die in dieser Auflagenhöhe erscheint mit besonderem Respekt heran, oder war es wie immer?

MP: Es war wie immer. Die Auflagenhöhe spielt da keine Rolle. Wo Miriam Pharo drauf steht, muss Miriam Pharo drin sein – egal, ob in einer 70er oder in einer 70.000er Auflage. Ist es Mist, interessiert es hinterher keinen, in welcher Auflage das war. Nur, dass es Mist war.

WW: „Geschichte Nr. 34“ deutet eigentlich bereits darauf hin, dass es sich bei „Stellaris“ um eine Serie handelt. Wird hier etwa auch nach Exposé geschrieben?

MP: Nein. Hartmut Kasper hat mir alle Freiheiten gelassen. Er meinte nur, „ein Krimi im Weltall wäre klasse“ oder „was immer Ihnen einfällt“. Ein Traum, oder? Also habe ich ein Exposé geschrieben, das haben wir durchgesprochen und dann ging’s los. Natürlich habe ich mich vorab über die Welt des Raumfrachters STELLARIS und seine Besatzung schlau gemacht. Dazu gehörte auch die Sprache. Mir war klar, dass ich mit Anglizismen, derben Sprüchen und blutigem Gemetzel nicht kommen darf. Es hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, sich mit Hartmut Kasper auszutauschen. Der Mann ist eine wandelnde Enzyklopädie. Er war sehr nett und hat mich mit allen Infos versorgt, die ich brauchte.

WW: Kannst du uns einen Satz über den Inhalt verraten?

MP: Ohne viel verraten zu wollen: Es handelt sich um eine Weltraumgeschichte à la Agatha Christie.

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